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Zu wenig Aufträge: EADS plant weitere Einsparungen in Militärsparte

Wegen dünner Auftragslage will EADS-Chef Enders die Kosten im Rüstungsbereich reduzieren. Gleichzeitig sieht ein Strategiepapier des Konzerns ein dickes Umsatzplus auch bei der Rüstung vor.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern #link;Luft- und Raumfahrtkonzern;EADS# will in seiner Verteidigungssparte noch stärker auf die Kostenbremse treten. "Ohne harte Maßnahmen wird es nicht gehen", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Enders der "Süddeutschen Zeitung".

Im Rüstungsbereich plant EADS allerdings nach einem internen Strategiepapier bis 2017 ein kräftiges Wachstum. Gleichzeitig sagte Enders jetzt: "Um weitere Kosten- und Personalreduzierungen werden wir nicht umhinkommen." Grund sei vor allem, dass in den vergangenen Jahren gerade in Deutschland "erkleckliche Auftragsvolumina" verloren gegangen seien.

"Hier handelt es sich um Milliardenbeträge! Das reicht vom Transportflugzeug A400M über Hubschrauber bis hin zum berühmten EuroHawk", sagte Enders weiter. "Was an den deutschen Standorten passiert, hängt im Wesentlichen von der Auftragslage in Deutschland ab. Exportaufträge helfen natürlich, ändern dieses Bild aber nicht grundsätzlich."

Sparten werden neu aufgeteilt

Laut Strategiepapier soll im Rüstungsbereich allein für das Service-Geschäft der künftigen Division Airbus Defence & Space (Verteidigung und Raumfahrt) ein Umsatzplus von 1,7 Milliarden Euro bis 2017 erzielt werden. Insgesamt soll der Umsatz der Sparte bis 2017 von 13,7 im vergangenen Jahr auf 17,6 Milliarden Euro wachsen. Dabei setzt EADS vor allem auf den neuen Militärtransporter A400M.

EADS hatte im Juli angekündigt, seine in vier Sparten gegliederten Geschäfte unter einem Dach zu drei Divisionen zusammenzulegen und die Holding in Airbus umzubenennen. Im Rüstungsbereich werden die Verteidigungs- und Raumfahrtsparten Airbus Military, Astrium und Cassidian zu Airbus Defence & Space zusammengelegt.

awö/DPA / DPA
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