Welche Versicherungen sind ein Muss, welche überflüssig? Welche Policen sollten Sie neu abschließen? Hier erläutern wir, wie Sie Ihre persönliche Versicherungsinventur am besten durchführen - und nennen die "Goldenen Regeln", die es dabei zu beachten gilt.

Ein Bergidyll, ein kerngesunder Mann. Leben pur. Versicherungen werben damit, für ein Leben sorgen zu können, in dem alle Risiken abgesichert sind© Colourbox.com
Haben Sie die falsche Krankenversicherung? Brauchen Sie eine Rechtsschutzversicherung? Oder eine Unfallversicherung? Und: Muss das teure, neue Fahrrad nicht doch auch extra versichert werden?
Fast alles kann versichert werden. Es gibt zig Policen, die, zumindest auf den ersten Blick und befeuert von der allgegenwärtigen Werbung, sinnvoll erscheinen. Aber welche brauchen Sie wirklich? Welche Risiken müssen Sie absichern? Welche Versicherungen benötigen Sie, um sich selbst und Ihren Angehörigen ein vernünftiges Maß an Sicherheit zu verschaffen? Unser Ratgeber soll Sie dabei unterstützen, Ihren Bedarf zu ermitteln, abhängig von Ihrem Alter, Ihrer familiären und Ihrer beruflichen Situation, abhängig aber auch von Ihren Hobbys und Leidenschaften. Das ist der erste Schritt.
Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit Versicherungsberatern, jenen Stellen also, mit denen Sie im Internet oder persönlich in Kontakt treten, wenn Sie einen Vertrag abschließen wollen. Wem können Sie trauen? Was sollten Sie über Vertreter wissen? Was über Makler? Und weshalb kann sich ein Versicherungsberater auf Honorarbasis lohnen?
Im dritten Schritt stellen wir Ihnen die wichtigsten Versicherungstypen einzeln vor. Wir fangen bei denen an, die Sie in jedem Fall besitzen sollten: Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, und Haftpflichtversicherung. Wir erläutern, welche Wahlmöglichkeiten Sie bei den einzelnen Anbietern haben und worauf Sie bei jedem Versicherungstyp achten sollten - vor dem Abschluss.
Im nächsten Schritt stellen wir Ihnen jene Versicherungen vor, die in Ihrer ganz speziellen Lebenssituation sinnvoll sein können, es aber nicht sein müssen: von der Lebensversicherung über die Pflicht-Policen-Haftpflicht und Berufsunfähigkeit bis hin zu Kann-Versicherungen wie Rechtsschutz-Versicherung und Hausratversicherung
Dazu stellen wir Ihnen mit Online-Rechnern auch unabhängige Vergleichsmöglichkeiten zur Verfügung. Unsere stern.de-Partnertools sind sorgfältig ausgewählt und stehen für eine faire Policenauswahl. Im nächsten Schritt führen wir jene Versicherungstypen auf, die Sie sich nach unserer Auffassung sparen können.
Einen weiteren Abschnitt unseres Ratgebers haben wir der Frage gewidmet, wie Sie Probleme mit Ihrem Versicherer am besten lösen können: Was müssen Sie tun, wenn das Unternehmen nicht zahlt? Worauf sollten Sie hier achten? Und: Wie kommen Sie aus einer Versicherung wieder heraus, unter welchen Umständen können Sie wie kündigen?
Im letzten Abschnitt fassen wir die wichtigsten Punkte zum Umgang mit Versicherungen noch einmal auf einer Checkliste zusammen und bieten Ihnen eine Linkliste mit weiterführenden Links im Internet an. Weil es wichtig ist, im oft verwirrenden Umgang mit der Versicherungsvielfalt einen kühlen Kopf zu bewahren, stellen wir Ihnen bereits hier "Goldene Regeln" vor, die es zu beachten gibt, wenn Sie Ihre Inventur in Sachen Versicherungen durchführen.
Grundsätzlich gilt das "GAU-Prinzip": Sichern Sie vorrangig immer erst die "Größten Anzunehmenden Unfälle" ab, also Tod, Invalidität und Haftpflicht.
Anders als der (Sozial-)Staat sind Versicherungen (international) scharf kalkulierende Konzerne, also nicht nur Kunden und Mitarbeitern, sondern auch Aktionären gegenüber verantwortlich. Ausnahme: Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.
Prüfen Sie stets, welches Ihrer persönlichen Risiken eine Versicherung wert ist und welches Risiko Sie auch selbst (oder auch im Familienverbund) tragen können.
Ihre persönliche Absicherung ergibt sich aus staatlicher Grundfürsorge plus privater Vorsorge. Das (gedankliche) Zusammenrechnen hilft, Überversicherung zu vermeiden.
Trennen Sie (gedanklich) Risiken voneinander. Kombi-Angebote sind nur selten sinnvoll, das Versichern einzelner Risiken oft günstiger.
Versicherungen kalkulieren Risiken und Prämien zwar statistisch, also bezogen auf die Masse. Individuell gilt trotzdem der Grundsatz: Höheres Risiko gleich höherer Preis für die Versicherung. Wer seine persönlichen Risiken (zum Beispiel Erkrankungen, Lebensumstände und Gewohnheiten) falsch oder unvollständig angibt, verliert ganz oder teilweise den Versicherungsschutz.
Zahlen Sie Versicherungsprämien stets jährlich. Das macht Policen um bis zu zehn Prozent günstiger, beziehungsweise im Fall von Lebensversicherungsangeboten renditestärker. Einzige Einschränkung: Bei "fondsgebundenen" Versicherungen kann monatliche Beitragszahlung das Wertschwankungsrisiko verringern.