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"Star Defender 3": Volle Ballerkraft voraus!

Die meisten Mittagspausenspiele richten sich an die ganze Familie. Sie sind pädagogisch wertvoll, nicht auch nur im Ansatz gewalttätig und auch für kleinste Kinder bedenkenlos geeignet. Schade. Wer zum Abreagieren etwas Herzhafteres benötigt, probiert am besten "Star Defender 3" aus.

So ein Bürotag, der hat es in sich. Der Chef meckert rum, die Kollegen nerven und mit den Terminen haut auch nichts so richtig hin. Da kriegt man schon schlechte Laune, Aggressionen pur und eine Wut, dass es einen schier zerreißt. Das beste Gegenmittel ist es in dieser Situation, einfach einmal ein zünftiges Ballerspiel zu starten und alles rauszulassen, was sich so den Tag über angestaut hat. Anschließend ist das Leben wieder schön und man ist frohen Mutes gewillt, gleich noch ein bisschen mehr Elend auf den eigenen dünnen Schultern abzuladen.

Ballerspaß pur verspricht das neue "Star Defender 3". Ersparen wir uns die Details und die Hintergrundgeschichte. Es geht wieder einmal darum, dass der Spieler bösen Aliens so richtig kräftig in den Hintern treten muss. Damit das gelingt, steigt der Spieler in ein klappriges Raumschiff mit kümmerlicher Bewaffnung, um den Aliens ganz allein den Krieg zu erklären. Das ist dämlich, aber spannend zu spielen. In über 100 Leveln mit fantastischen Grafiken und einem knochenmarkzerreibenden Soundtrack geht es darum, den Zeigefinger nur ja nicht mehr von der Feuertaste zu nehmen.

"Star Defender 3 V1.19"

System

ab Windows 98

Autor

Awem Studio

Sprache

Englisch

Preis

14,95 Dollar

Größe

ca. 10 MB

Das eigene Raumschiff kann im Spiel immer nur nach rechts und nach links bewegt werden, während die Aliens von oben angreifen und allein durch ihre schiere Masse den Bildschirm verdunkeln. Zu Beginn muss der arme Mensch immer gleich mehrmals nacheinander treffen, bis ein Gegner endlich zerplatzt und keine tödliche Bedrohung mehr darstellt. Zum Glück beginnen schon bald Power-ups vom Himmel herunterzuregnen, die durch Aufsammeln aktiviert werden und auf diese Weise die Waffen des eigenen Flitzers aufwerten. So ballert der Spieler schon bald aus fünf Rohren gleichzeitig, um ein gewaltiges Explosionsinferno auf den Bildschirm zu zaubern.

Durchschlagende Wirkung

Nicht nur die primären Waffen werden kräftig aufgewertet. Mit der rechten Maustaste kann der Spieler auch Raketen abfeuern, die durchschlagende Wirkung vor allem bei den größeren Bossgegnern haben. Leider müssen diese B-Waffen immer wieder nachgeladen werden - und das geht eben nur mit den entsprechenden Power-ups. Die sollte man deswegen auf gar keinen Fall ignorieren und auch in Momenten tödlichen Beschusses aufsammeln.

Von Level zu Level nimmt der Schwierigkeitsgrad ständig zu. Dann stirbt es sich schneller im Kugelhagel der Aliens. Zum Glück hat der Spieler gleich drei Leben, weitere kann er sich im Verlauf des Spiels hinzuverdienen. Die Testversion lässt sich eine ganze Stunde lang ohne Einschränkungen meistern, das reicht für 20 Level - und somit für eine vollständige Aggressions-Abbau-Therapie-Stunde am Bildschirm.

Download beim Hersteller: www.alawar.com

Carsten Scheibe