"Viking: Battle For Asgard" Apokalypse wann anders


Rohe Schlachtplatte: Mit "Viking: Battle for Asgard" serviert Sega blutige Action-Kost für volljährige Konsolenspieler.

Untergangsstimmung im hohen Norden. Die Furie Hel will mit ihren Dämonenhorden die Welt ins Chaos stürzen. Der Blondschopf Skarin, eigentlich schon auf direktem Weg nach Valhalla, soll als Günstling von Göttin Freya die Dinge mit Schwert und Axt wieder ins Lot bringen und Ragnarök, die Wikingerversion der Apokalyse, verhindern.

Drei weitläufige Inseln muss er deshalb von Hels Schreckensherrschaft befreien, die sich vor allem durch schlechtes Wetter und ewige Nacht auszuzeichnen scheint. Die Gegenden unterscheiden sich mitunter gewaltig, der Weg zur Erlösung vom Bösen ist jedoch stets derselbe. Einmal auf dem Eiland angekommen, macht sich Skarin auf die Nordmann-Socken, um eingesperrte Landsmänner aus ihren Käfigen zu befreien und für die Häuptlinge den Laufburschen zu spielen. Mal soll ein besonders feuriges Met-Rezept beschafft, mal ein gegnerischer Anführer beseitigt oder ein Steinbruch befreit werden. Wie die Aufgabenstellung auch immer aussehen mag: Es läuft letztlich auf elendslange Fußmärsche, ein paar Hüpf- und Schleicheinlagen sowie ein paar Zentner Dämonenhack hinaus ...

Anspruchsvoll ist das allenfalls aufgrund der Horden von Untoten, die Skarins Weg kreuzen. Wenige Tastenkombinationen und ein Griff in die magische Trickkiste genügen jedoch, um auch mit einem Dutzend von Hels Handlangern und ein paar dickeren Brocken fertig zu werden.

Was "Viking: Battle for Asgard" jedoch auszeichnet, sind die ausufernden und deutlich von der "Herr der Ringe"-Filmtrilogie inspirierten Massenschlachten. Wurden genügend Wikinger befreit und alle noch so überflüssigen Nebenaufträge erfüllt, kann zum Angriff auf die gegnerische Festung geblasen werden. Ein beeindruckender Anblick, der sich da bietet - ehe die Hölle losbricht: Hunderte von Nordmännern und Zombies stürmen, begleitet von bombastischen Orchesterklängen, aufeinander zu, während am Himmel freundlich gesonnene Drachen ihre Kreise ziehen und auf das taktische Geheiß des Spielers strategisch wichtige Punkte ausschalten. Das ebenso Wundersame wie Wunderbare an diesem Aufmarsch der Klonkrieger: Trotz Gegner- und Detailflut bleibt die Bildwiederholungsrate die meiste Zeit über stabil.

Viking: Battle For Asgard

Hersteller/Vertrieb

The Creative Assembly/Sega

Genre

Action

Plattform

PS3, Xbox 360

Preis

ca. 70 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Es sind diese Kino-Momente, die über den sonst ziemlich monotonen Ablauf von "Viking" hinwegsehen lassen. Die blutige Effekthascherei hätte sich Entwickler Creative Assembly ("Medieval 2") jedoch getrost sparen können. Die Präsentation überzeugt auch ohne die drastischen Einlagen ...

Bernd Fetsch/Teleschau TELESCHAU

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