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Sprechblasen aus dem Wirtschaftsleben: Wir brauchen Quick wins, aber asap

Verstehen Sie manchmal auch nur "Train station", wenn Marketingleute, Chefs und Digitalexperten mit Ihnen sprechen? Eine Liste der nervigsten Begriffe - und was sie bedeuten sollen.

Worthülsenfrüchte, die für kommunikative Flatulenz sorgen, gibt es viele. Hier eine Auswahl besonders nerviger Exemplare, die heutzutage in vielen Präsentationen zu Internet- und Social-Media-Projekten auftauchen und die Luft verpesten.

Gefunden bei "iBusiness". Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des High Text Verlags.

"Expertise"

Wo es herkommt: Es ist das englische Wort für "Gutachten"
Was der Präsentator eigentlich meint: "Erfahrung"

"Es macht Sinn"

Wo es herkommt: aus dem Englischen "It makes sense"
Was der Präsentator eigentlich meint: "Es ist sinnvoll."

"Business Case"

Wo es herkommt: Streng genommen bedeutet das Wort auf Englisch "Aktenkoffer". In der Sprache von Consultingfirmen ist es ein Geschäftsszenario. Oder ein Geschäftsmodell.
Was der Präsentator eigentlich meint: Irgend etwas Cooles. Auf keinen Fall ein schlichtes Geschäftsmodell.

"Success Story"

Wo es herkommt: aus dem Englischen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Erfolgsgeschichte". Aber die klingt im Deutschen immer so nach Märchen - was ja ganz oft auch stimmt.

"Quick wins"

Wo es herkommt: aus dem Englischen.
Was der Präsentator eigentlich meint: Schnell zu erzielende Erfolge. Beispielsweise, wenn die Agentur mal eben die grauenhaftesten Fehler aus dem Webdesign ausbaut.

"ASAP"

Wo es herkommt: SMS-Slang für "As soon as possible" ("so schnell wie möglich")
Was der Präsentator eigentlich meint: "Bringen Sie Ihren verdammten Arsch in Bewegung". Und genau so klingt es auch.

"proaktiv"

Wo es herkommt: Englisch für "Eigeninitiative zeigen".
Was der Präsentator eigentlich meint: Normalerweise wird es als Synonym für "irre aktiv" verwendet.

"Fokussierung auf die Kernkompetenzen"

Wo es herkommt: Managementsprech. Es ist die Rückseite der Medaille von "Expansion". Beide Strategien wechseln sich im Drei-Jahres-Rhythmus im Management ab.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Wir machen jetzt alles dicht, was mein Vorgänger mit viel Geld aufgebaut hat."

"Benchmark"

Wo es herkommt: aus der EDV. Dort ist es ein Vergleichsindex von Systemen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Wir schauen, was die Konkurrenz macht und kupfern es ab. Ist billiger, als es selbst zu entwickeln."

"zielführend"

Wo es herkommt: aus dem Marketingsprech.
Was der Präsentator eigentlich meint: "sinnvoll"

"Content is King"

Wo es herkommt: aus US-Technikblogs. Wörtlich: "Inhalte sind wichtig".
Was der Präsentator eigentlich meint: "Wir kaufen jetzt PR-Texte ein oder lassen Nutzer selbst irgend etwas schreiben. Das ist billiger."

"Momentum"

Wo es herkommt: aus dem Englischen. "To gain momentum" heißt "in Fahrt kommen".
Was der Präsentator eigentlich meint: irgendetwas mit "Schwung", "Wucht", "Impuls" oder "Dynamik".

"Google Juice"

Wo es herkommt: aus der SEO-Szene (SEO = Suchmaschinen-Optimierung). Es meint die Relevanz, die man (beispielsweise durch Back-Links) erhält.
Was der Präsentator eigentlich meint: Verlinkungen.

"Core Values"

Wo es herkommt: Im Englischen heißt es "Grundwerte".
Was der Präsentator eigentlich meint: "Core Assets". Und das heißt eigentlich: "zentrale Werte".

"viral seeden"

Wo es herkommt: Marketingsprech. Inhaltshappen als Köder in die Blogger-Szene streuen, damit sie aufgenommen und weiter getragen werden.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Ich habe jetzt viel Geld für die Viral-Agentur ausgegeben. Hoffen wir, dass wir bei den 20 Prozent erfolgreichen Kampagnen dabei sind."

"Wisdom of the Crowd"

Wo es herkommt: von Blogberatern, die glauben, dass es eine "Weisheit der Massen" gibt.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Ich weiß auch nicht, warum keiner unsere Website mag".

"Branded Entertainment"

Wo es herkommt: aus dem Englischen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Sponsoring". Oder Werbespiele.

"Web 1.0"

Wo es herkommt: aus der Web-2.0-Blase.
Was der Präsentator eigentlich meint: "irgendwie uncool".

"Old Economy"

Wo es herkommt: aus der Web-1.0-Blase. Meint klassische Unternehmen, die tatsächlich richtige Produkte herstellen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "irgendwie uncool".

"Performance-orientiert"

Wo es herkommt: aus der Werber-Sprache. Meint erfolgsabhängige Werbeformen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Wir wollen nur die Hälfte zahlen"

"Die Kampagne darf nicht zu aggro sein"

Wo es herkommt: wenn Werber das Adjektiv "aggressiv" verniedlichen.
Was der Präsentator eigentlich meint: "Vielleicht ist das Ganze doch zu plump?"

"Am Ende des Tages"

Wo es herkommt: Übersetzung aus dem Englischen, "At the end of the day"
Was der Präsentator eigentlich meint: "unterm Strich". Oder einfach: "letztlich"

"Join the conversation"

Wo es herkommt: aus dem Englischen, natürlich.
Was der Präsentator eigentlich meint: "noch Fragen?" Oder: "Kommentare bitte".

"Game Changer"

Wo es herkommt: Englisch für "Spiel-Wechsler"
Was der Präsentator eigentlich meint: etwas Revolutionäres, das den Markt und seine Mechanismen prinzipiell verändert.

"Fundamental Change"

Wo es herkommt: Englisch für "prinzipielle Änderung".
Was der Präsentator eigentlich meint: "Game Changer"

"Revolution"

Wo es herkommt: aus der Politik.
Was der Präsentator eigentlich meint: "was Neues".

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.