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Musikportal "simfy": Musik von allen Freunden

Seit Jahren plagt sich die Musikindustrie mit illegalen Musik-Tauschbörsen. Die neue Plattform Simfy versucht einen neuen Ansatz: Freunde können sich ihre Songsammlungen untereinander zum Hören zur Verfügung stellen - ein Download der Titel ist nicht erlaubt.

Von Matthias Lauerer

Musikbosse ließen mittlerweile etliche Tausch-Börsen schließen, Tausende Nutzer fanden sich vor Gericht wieder. Dann ersann die Industrie Börsen, die Nutzern den Download der Lieblings-Musikstücke gegen Gebühr erlauben. Doch damit sind nun wiederum die Nutzer nicht glücklich, denn Digital-Rights-Management Regularien werden von diesen als Gängelei empfunden. So lässt sich auf einem Player nur die Musik einer bestimmten Kaufbörse hören, die nächste verbietet gar das Brennen von Musik.

Warum also nicht etwas Neues erfinden, um Musik kostenlos und legal bereit zu stellen? Das dachten sich auch die "Simfy"-Erfinder Christoph Lange, 23 und Steffen Wicker, 25. Doch was ist "Simfy"? Dahinter verbirgt sich seit dem 19. Dezember 2007 eine Gemeinschaft von Musikliebhabern. So ist es jedem angemeldetem Nutzer dort erlaubt, seine Lieblings-Tracks per Upload auf die Seite zu stellen. Seine so ins Netz gewanderte Musik lässt sich dann egal wann und wo wieder hören. Für den Musikgenuss ist nur ein Internet-Anschluss nötig.

Doch das "Simfy"-Team kam noch auf eine weitere, ungewöhnliche Idee. So erlaubt man den Nutzern, auch in die Musiksammlungen seiner Freunde hineinzuhören. Und um Ärger mit der Musik-Lobby zu vermeiden, ist nur das simple Hineinhören erlaubt. Ein Herunterladen der Musik ist nicht möglich.

Weitere Idee: Bei "Simfy" lässt sich die Musik auf Wunsch noch mit netten Zusatz-Informationen verbinden. So können User per Klick zum Beispiel den passenden Text eines Musik-Stücks aufrufen. Selbst das Erstellen der eigenen Charts ist möglich, die der Musik-Liebhaber dann mit dem Geschmack der Freunde vergleichen kann.

Erst seit knappen sechs Wochen sind die Noch-Studenten mit ihrem Netz-Angebot nun am Start. Doch der Vorlauf für das Projekt nahm mehr Zeit in Anspruch. Denn die Gründer Lange und Wicker begannen mit der Entwicklung bereits im Januar 2007. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum ihnen ihr Musik-Coup besonders am Herzen liegt: "Wir haben 'Simfy' entwickelt, weil uns Musik immer noch zu wenig mobil erschien. Jeder von uns kennt das: Auf einer Party fehlt ein Song, der dann gerade nicht auf dem MP3-Player verfügbar ist. Und ich möchte ihn sofort hören. Mit 'Simfy' ändert sich das. Musik ist mit unserem kostenlosen Angebot nun immer verfügbar." So sei auch der "Austausch von Playlisten" wichtig. Denn dies führe zu einem "intensiveren Musikerlebnis", so Gründer Lange.

Für die Zukunft träumt der BWL-Student davon, dass "'Simfy' zum zentralen Ort für das Musikhören im Internet wird." Dafür sicherte sich die Firma stattliche 100.000 Euro Risiko-Kapital von Business-Angels. Mit dieser Unterstützung wuchs ihr Team in nur kurzer Zeit auf 13 Mitarbeiter, die "Simfy" in Mannheim weiterentwickeln. Zufrieden sind die Musik-Enthusiasten auch mit den aktuellen Nutzer-Anmeldungen: "Wir liegen damit im guten vierstelligen Bereich", so der 23-Jährige Lange, der an der Universität Mannheim im neunten Semester Betriebswirtschaft studiert. Beleg für den ersten Erfolg sei auch der Anstieg der Nutzerzahlen, die seiner Aussage zufolge pro Woche um "70 Prozent" zulegen.

Doch schon träumt man bei "Simfy" von mehr: "Wir entwickeln gerade einen mobilen Player für's Handy. Der Prototyp ist bereits fertig." Später will man bei "Simfy" sogar Kooperationen mit großen Mobilfunk-Herstellern eingehen. Um dies auch zu finanzieren, läuft gerade die zweite Finanzierungs-Runde, um dabei genügend Geld bei potenziellen Geldgebern einzusammeln.

Rechtliche Klippen

Doch die innovativen Unternehmensgründer setzten sich auch mit den rechtlichen Klippen der Musik-Nutzung auseinander: "Wir halten die Kriminalisierung von Musikhörern für übertrieben. Oft wird dabei nämlich vergessen, dass man auch als Konsument weiterhin elementare Rechte der Musiknutzung genießt", sagt Gründer Christoph Lange. Dazu zählt für ihn auch "das Recht auf die Privatkopie".

Geld will man bei "simfy" übrigens mit "den zukünftigen Einnahmen der Vermarktung der Website verdienen", sagt Gründer Lange. Doch noch sei dies "nicht der Fall." In der Zukunft soll es dann sogar im Premium-Modell möglich sein, auch eigene Musik-Titel herunter zuladen. "Das Basispaket bleibt weiter kostenfrei und enthält Werbung. Das Premium-Modell kostet dann einen kleinen monatlichen Beitrag." Über die Höhe schweigt sich Lange noch aus.

Können die "Simfy"-Nutzer heute also tatsächlich nur der Musik ihrer Freunde lauschen? Ja, doch über einen Umweg lässt sich die gehörte Musik doch auf dem heimischen PC speichern. Hier helfen kostenlose Aufnahme-Programme. Wer während des Hineinhörens bei "Simfy" beispielsweise das kleine Programm "No23" im Hintergrund nutzt, schneidet so die Musik seiner Freunde legal und ohne Gefahr auf den heimischen PC mit. Denn das vor fünf Jahren erfundene Programm ermöglicht Nutzern, "Audiodaten in MP3, OGG oder im Wave-Format" abzuspeichern. So steht es auf der "No23"-Homepage. Selbst die Qualität lässt sich im Programm einstellen, variabel sind bis zu 320Kbps möglich. Das entspricht einer guten MP3-Qualität.

Auf diesem Wege landet die zunächst nur brav mitgehörte Musik der Freunde dann doch als digitaler Mitschnitt auf dem Computer. Dem kann man bei "Simfy" nichts entgegensetzen. Außer einem Wunsch vielleicht, den Gründer Lange hegt: "Unsere Nutzer sollen bitte fair sein." Es bleibt abzuwarten, ob sein Wunsch in Erfüllung geht.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.