WEBREPORTER Macs aus dem Legokasten


Bei »Applefritter« haben Bastler frei nach dem Apple-Motto »Macintosh set your mind free. Now set your Macintosh free« Computer in Legosteine gehüllt.

Apple-Design ? da denkt man zunächst an spacig-runde Formen in transparentem Türkis. Statt dessen tauchen bei »Applefritter« Modelle auf, die man eher auf Baukastenspielen von Designer-Kindern zurückführen würde. Frei nach dem Apple-Motto »Macintosh set your mind free. Now set your Macintosh free« haben hier Bastel-Freaks ihren Spieltrieb ausgelebt. Jedenfalls wird es allen Bastlern und Apple-Fans in den Fingern kribbeln, wenn sie durch die bunt-verrückten Modelle dieser Macintosh-Sammlung stöbern.

Die meisten der Kuriositäten sind der Fantasie Tom Owads entsprungen. Nicht, dass sich Owad nur nach seiner Legobaukastenzeit zurückgesehnt hätte, die bunten Konstruktionen haben auch ihren Zweck: Teile aus alten Modellen werden neu verwertet, oder aus verschiedenen Computern entstehen neue Wunschkombinationen. Beispielsweise war Owad zwar begeistert vom Design und der Handlichkeit des Outbound Laptop, es fehlte aber ein besserer Prozessor und die Festplatte. Hierauf nimmt er einen Powerbook 160 auseinander, kettet alle benötigten Teile mit »Mega Bloks« (Legosteine) zusammen, bis hinter der bunten Legokonstruktion »Compubrick 160« der Outbound Laptop nur noch zu erahnen ist.

Wen hier die Baulust gepackt hat, der sollte sich wahrscheinlich schnell ins Spielwarengeschäft begeben, bevor alle Lego-Vorräte aufgekauft sind: Allein für die Konstruktion »Compubrick SE« benötigte Owad sechzehn Dosen »Mega Bloks«.

Weitere gewagte Verwandlungen von Macs finden sich unter »Hacks«, etwa ein silberner »Perplex 63«, bei dem in mühseliger Kratzerei die Plastikhülle entfernt wurde, oder eine Ufo-Maus mit einer eingebauten blauen Lampe. Hier sollte bei allen Nachbauversuchen sicherlich der Hinweis beherzigt werden, dass die Autoren der Site keine Garantie für Bastelrisiken übernehmen.

Neben den Apple-Basteleien finden sich auf der Seite auch andere Raritäten, so etwa Sammlerstücke, die es nie in die Produktion geschafft haben, oder Nachbauten, wie beispielsweise eine Reihe abgekupferter, brasilianischer Produkte , die aufgrund der Importsperre ausländischer Computer von 1976 bis 1992 entstanden.

Die Seite sei nicht kommerziell, dennoch: Wer die Sammlung unterstützen will oder schon immer ein Apple-Aquarium haben wollte, findet im »Memorabilia-Shop« alle möglichen Museums-Artikel vom »Think different«-Plakat mit Ghandi bis zum »We are the crazy MacUsers«-T-Shirt.

Ricarda Merkle


Wissenscommunity


Newsticker