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"12 Wochen Ferien?!" "Die sind doch gerade erst geboren!": Sieben Gedanken, die alle Erstklässler-Eltern haben

Kinder verabschieden sich winkend von ihren Eltern und gehen in die Schule
Am Anfang fällt der Abschied noch schwer
© martin-dm / Getty Images
Der Tag der Einschulung – für den Nachwuchs ist der nur halb so abenteuerlich wie für die Eltern. Diese sieben Gedanken machen wir uns fast alle, wenn es soweit ist.
Von Marie Stadler

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

"Endlich sechs Jahre alt! Endlich in die Schule! Endlich groß!" Das denkt sich vermutlich das Kind. Es ist aufgeregt und gespannt auf die Zeit, die jetzt vor ihm liegt, freut sich, mit den Freundinnen und Freunden zur Schule zu gehen. Hofft, in dieselbe Klasse zu kommen.

Mit schickem Schulranzen auf dem Rücken und dicker Schultüte in der Hand geht es zur Einschulung das erste Mal ins Schulgebäude. Mitsamt nervösen und stolzen Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel im Gepäck. Aber die Knirpse sind nicht die einzigen, die aufgeregt sind: Auch den Eltern geht an diesem besonderen Tag einiges durch den Kopf – diese sieben Gedanken hat jeder.

1. "Bitte what? 12 Wochen Ferien???"

Um genau zu sein, sind es sogar 12 und eine halbe. In der Kita waren es drei Wochen Schließzeit, und da waren wir auch schon völlig überfordert mit der Urlaubsplanung. Das wird ’ne harte Nummer, Leute. Und zwar wirklich!

2. "Eine Woche Nordsee für 2000 Euro? Ist das ein Tippfehler?"

Na, auch schon mal geschaut, was im August so urlaubstechnisch geht? Wir sagen es euch: Mit einem Otto-Normal-Urlauber-Budget so ziemlich gar nichts. Herzlich Willkommen auf dem Drei-Sterne-Campingplatz in Wanne-Eickel! Und Good Bye, Costa Brava, Miami und Sylt!

3. "Wie, die lernen keine Schreibschrift mehr?"

Gut, ein kleiner Schocker, aber dann doch irgendwie verständlich. Denn wofür brauchte man Schreibschrift nochmal genau? Ah ja, für gar nix. Und dass die Lütten unsere Tagebücher von früher nicht entziffern können, ist letzten Endes doch ein Vorteil...

4. "Werden wir uns ab jetzt nachmittags hassen?"

Schlimme Erinnerungen an echt schreckliche Nachmittage, an denen man verzweifelt mit Mama oder Papa über den Hausaufgaben hing? Wir würden da jetzt gerne irgendwas Tröstendes sagen, aber genau solche Nachmittage wird es wohl geben. Mit den Eltern in der Rolle der Bösewichte. Der Lauf des Lebens. 

5. "Was sag ich, wenn ich Mathe auch nicht versteh?"

Da können wir jetzt aber trösten. Das passiert frühestens in Klasse 2. Manche Eltern schaffen sogar die dritte ohne Patzer.

6. "Was, wenn die Lehrerin ne Hexe ist?"

Sind wir das nicht auch manchmal? Na, dann können die Kleinen doch damit umgehen! Mal ganz davon abgesehen, dass auch unser Nachwuchs manchmal nicht ganz so leicht verdaulich ist. Schon gar nicht in 25-facher Ausführung.

7. "Aber die sind doch gerade erst geboren!!!"

So ist es. Und übermorgen machen sie ihren Führerschein, bringen furchtbare Möchtegern-Schwiegerkinder nach Hause und lassen sich ein Arschgeweih stechen, weil das 2030 wieder voll hip ist. All das wird passieren, ohne, dass wir etwas dagegen tun können. Sie werden alt und gebrechlich, während wir noch immer nostalgisch durch die Babyabteilung von H&M scharwenzeln.

Kinder wachsen einfach schneller als ihre Eltern. Denk dran und sei nachsichtig, wenn deine Mutter dir auch heute noch einen Schal um den Hals hängt, damit du dich nicht erkältest. Sie weiß es nicht besser. Wenn du sie fragst, bist du gestern erst geboren. Na gut, allerallerhöchstens vorgestern.


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