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Daddylicious: Die Orga rund um Weihnachten

24., 25. und 26.: Drei Tage dauert das Weihnachtsfest. Drei Tage, die es fair zwischen Oma, Opa, Tante und Onkel aufzuteilen gilt. Mark Bourichter weiß, wie man da entspannt bleibt.

Das "Fest der Familie" naht mit großen Schritten. Neben dem Einkauf diverser Geschenke für Eltern, Geschwister, Schwiegereltern, Schwager, Schwägerin, Opa und Opa, Onkel und Tanten gesellt sich als junger Vater die wichtigste Kategorie: Sohn und/oder Tochter. Und die Königsfrage bei all den Verwandten lautet: Wer feiert mit wem an welchem Tag und vor allen Dingen wo? Dagegen ist "Geschenke einkaufen" ein Kinderspiel.

Erst macht man sich über die Nikoläuse am Ende der Sommerferien lustig, schon steht man mit einer Tüte gebrannter Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt. Die Innenstädte werden voller, die Schlangen an den Kassen länger und die Tüten größer und größer. Im Münsteraner Kinderkaufhaus am alten Fischmarkt herrscht Hochbetrieb. Sowohl vor dem Schaufenster als auch auf den drei Etagen Verkaufsfläche. Es ist anstrengend, aber irgendwie auch nett. Die Atmosphäre stimmt mich auf jeden Fall auf das Fest der Feste ein. Viel mehr als durch die Eingabe meiner Kreditkartennummer, um im Online-Shop meinen virtuellen Einkaufswagen auszulösen.

Ich bin gestern eine halbe Stunde über den Weihnachtsmarkt getingelt, ohne Auftrag und ohne Stress, einfach nur um aufzusaugen. Das habe ich gefühlte zehn Jahre nicht mehr gemacht. Gerade vor Weihnachten strömt man ja in die Innenstädte und hat eine ellenlange Liste mit zu erledigenden Dingen. Playmobil hier, Kerzenständer da, hier noch ein Geschenk und dort noch eine Bestellung abgeben. Am Ende dann noch kurz einen zu heißen Glühwein runterstürzen, um letztendlich sagen zu können, man wäre auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Wie schön!

Weihnachten bedeutet Stress! Die Bude muss geschmückt werden. Wenn Väter in diesem Fall eher wenig Kreativität zeigen, so müssen Sie doch die unzähligen Kisten aus dem Keller oder vom Dachboden holen, in denen die Schätze mit Glitter, Gold und Glamour aufbewahrt werden. Auch beim Schreiben der Weihnachtskarten halten sich die Männer gerne raus. Das Mammutprojekt jeder jungen Familie ist aber die Organisation von Heilig Abend und den beiden Weihnachtsfeiertagen. Wird Heilig Abend im Kreis der "neuen" Familie zuhause gefeiert? Das erste mal so richtig klassisch mit Tannenbaum? Das bedeutet aber auch, dass Mama und Papa spätestens gegen 21 Uhr den Abend zu zweit verbringen. Generell nichts gegen einzuwenden, aber mit meinem Begriff von "Familie" hat das weniger zu tun. Was ist mit Oma und Opa, die dann vielleicht auch alleine feiern? Dann doch lieber zusammen! Und was ist mit Bruder oder Schwester und den Schwiegereltern? Alle einladen? Und für 15 Leute kochen? Die Bescherung dauert ja dann den halben Tag! Oder doch nur die "eigene" Familienhälfte? Das Chaos ist perfekt und zum Glück verteilt sich das Ganze auf drei Tage. Das entzerrt den Familienmarathon am Ende des Jahres. Klare Regelungen sind also gefragt! Das ist jedoch einfacher gebloggt als getan. Am besten klärt man bei der Absprache zum aktuellen Fest gleich die Befindlichkeiten für das darauf folgende Weihnachten, denn ohne Kompromisse geht es selten.

Neben den bereits genannten Aufgaben ist natürlich noch der Besuch im Großmarkt zu erwähnen. Nahrung kaufen! Das ist dann wieder Männersache. Während in den City-Parkhäusern die Frauenparkplätze bis in den letzten Stollen reichen, tummeln sich die "Jäger und Sammler" an der Fleischtheke und zwischen den Hochregalen mit feinsten Köstlichkeiten. Gerne dann auch mit Kind, die pausenlos Tüten und Packungen anschleppen, die eigentlich nicht gebraucht werden. Eigentlich. Denn irgendwie landen sie dann doch auf dem Förderband der Hightech-Kassen, dass den Bändern im Flughafen sehr ähnlich ist.

Es gibt aber auch die schönen Seiten von Weihnachten bevor man am Ende seine Jagdtrophäen in reichlich Soße ertränkt. Ein absolut zu empfehlendes Highlight ist der Kauf des Weihnachtsbaumes. Und damit meine ich nicht den Kauf auf dem Parkplatz des Baumarktes. Wir fahren aufs Land und reservieren die passende Tanne mit Gummistiefeln. Diese Zeit nehmen wir uns und das ist gut so! Und auf der Fahrt dorthin hören wir Weihnachtslieder und freuen uns auf das Fest. Auch eine Möglichkeit, mal abzuschalten. Kurz vor dem Fest fährt Papa dann den Baum abholen - ebenfalls mit dem passenden Set an Weihnachtsmusik. Keep Calm and rock on!

Fotos: Presseamt Münster / MünsterView

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