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Daddylicious: Schutz vor Sonnenbrand ist Elternsache!

Jedes fünfte Kindergartenkind hat Studien zufolge ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Mark Bourichter sieht die Eltern in der Pflicht - egal, wo sich ihr Kind gerade befindet.

Ihr kennt vielleicht den Memory-Effekt bei Batterien oder dem eigenen Handy-Akku. Bei der eigenen Haut ist es nicht anders. Das Organ speichert jeden Sonnenbrand. Das Problem ist nur: Den Speicher kann man weder löschen noch kann man sich eine neue Haut zulegen. Für Euer eigenes Leder seid ihr selbst zuständig - und für das Leder Eurer Kinder. Bereits nach 15 Minuten ohne Sonnenschutz können Kinder mit heller Haut einen Sonnenbrand bekommen. Stellt sich nun die Frage, wer sich um den Sonnenschutz kümmert, wenn das Kind in der Kita ist, bei den Großeltern spielt oder mit der Nanny auf dem Spielplatz tobt. Es gibt darauf nur eine Antwort: Ihr selbst! Euch obliegt der Schutz Eurer Kinder vor den Auswirkungen des Sonnenbrands - der Schutz vor Hautkrebs. Denn um nichts anderes geht es hier.

Bei uns in der Kita hängt am Kühlschrank ein großer Zettel mit dem Hinweis, dass mein Sohn eingecremt werden muss. Denn (leider) hat er den Hauttyp "Kachel, weiss glatt glänzend" seines Vaters geerbt. Der Hinweis soll natürlich für alle Kinder gelten, denn der Sonnenschutz wird bei uns groß geschrieben. Jeder Mensch habe so eine Art UV-Konto, betonten die Ärzte der Berliner Charité. Dort wird ein Leben lang eingezahlt, aber nie etwas ausgezahlt und nach 30 oder 40 Jahren kann bei übermäßiger Einzahlung irgendwann Krebs entstehen. Mein Konto ist voll, wenn ich an meine Sonnenbrände als Kind oder Jugendlicher zurückdenke. Zu viele Festivals, Interrail-Urlaube oder Jungs-Wochenenden haben kräftig auf das Konto eingezahlt. Bisher gibt es zum Glück noch keine Auffälligkeiten und ich tue jetzt alles, damit das Konto nicht noch weiter anwächst.

Ähnliches gilt für meinen Sohn, denn "Angst" sei der beste Sonnenschutz. Bin ich doch bei vielen Dingen eher der Vater, der die "Zügel" locker lässt, so ist der Sonnenbrand mein erklärter Feind. Und ich bin der meines Sohnes, wenn ich die Tube Sonnenschutzcreme in der Hand halte. Ich bin gespannt, ob er nach dem Sommerurlaub noch "Papa" zu mir sagt. Im Urlaub ist es Chefsache und im normalen Alltag muss es auch so sein. Ist das Kind in der Kita oder anderweitig bei Oma und Opa oder bei Onkel und Tante, dann ist es die Aufgabe der Eltern für ausreichend Sonnenschutz zu sorgen.

Laut Dermatologikum Hamburg gilt: Gerade Kinderhaut ist sehr empfindlich, denn die obersten Hautschichten sind erst mit der Pubertät so verdickt, dass die Bräunungsfähigkeit erreicht wird. Besonders die Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko für schwarzen Hautkrebs. Dabei geht es nicht nur um das Eincremen des Kids. Ein entsprechender Sonnenhut mit Nackenschutz sollte zu Standard-Ausrüstung auch bei Kindern dunkleren Hauttyps gehören, wenn Sie draußen unterwegs sind. Dazu sollte jeder Buggy über ein Sonnensegel oder Schattenspender verfügen, der nicht nur das Gesicht schützt, sondern den ganzen Körper. Denkt an die 15 Minuten!

Über Sonnensegel für den Baby- und Kleinkinder-Fuhrpark haben wir bereits auf unserer Internetseite berichtet. Dazu gibt es ein paar Tipps zum Thema Sonnenschutz für Kinder. Darüber hinaus empfehlen wir den Beitrag zu Sonnencremes hier auf stern.de, denn die Stiftung Warentest hat wieder Sonnenschutzmittel speziell für Kinder ins Visier genommen.

Die Hautkrebsstiftung spricht von über 200.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs pro Jahr. Eine Studie aus dem Jahr 2012 bescheinigt, dass jedes fünfte Kindergartenkind ein erhöhtes Hautkrebsrisiko hat, weil die Eltern zu sorglos mit dem Thema umgehen. Tut etwas dagegen! Bittet alle Beteiligten darauf zu achten und habt immer entsprechenden Sonnenschutz am Mann. Auch wenn es bewölkt ist, besteht die Gefahr einer UVA/UVB-Verstrahlung. Und tatsächlich kann auch später mal die Sonne rauskommen und dann wird jede Fahrradtour zum Problem.

Fotocredit Bild unten: Muru.dk, Bild oben: DADDYlicious.de

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