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Daddylicious: Unsere Top 3 Familienautos 2014

Viele Männer lieben Autos - und warum sollte das aufhören, wenn sie Väter werden? Doch sitzen Kinder auf der Rückbank verändern sich die Wünsche. Kai Bösel stellt seine Autos des Jahres vor.

Männer stehen auf Autos. Väter tun das auch. Männer wollen Zweisitzer, breite Puschen, reichlich Pferde unter der Haube und mächtig Schub. Väter wollen zuerst einmal Sicherheit für Ihr Kind. Und einen Kinderwagen komfortabel verstauen. Sie wollen Isofix, Airbags und einen Innenraumspiegel. Natürlich schauen sie unterwegs immer noch lüstern den Modellen aus Zuffenhausen und Affalterbach hinterher. Aber allein schon aus finanziellen Gründen stehen bei Daddys nun andere Modelle im Vordergrund.

Und genau deshalb testen wir für Euch immer wieder neue Modelle verschiedenster Hersteller auf Familientauglichkeit. Bei uns schlägt Funktionalität die Motorleistung und Sicherheit das Design. Aber zu vernünftig soll es dann auch nicht zugehen, denn den Geschmack für ein schönes Auto hat man mit der Geburt seines Kindes ja nicht auch gleich abgegeben. So richtig über einen Kamm scheren lassen sich die Fahrzeugklassen nicht wirklich, daher präsentieren wir Euch heute unsere Favoriten aus den Typ-Klassen Bus, Van und Kombi. Die Kompakten, SUVs und Kleinwagen lassen wir genauso unter den Tisch fallen wie die sportlichen Zweisitzer. Die dürft Ihr Euch aber gern als Zweitwagen vor die Tür stellen. Hier jetzt unsere Top3:

Familien-Bus des Jahres 2014: Mercedes-Benz V-Klasse

Das Thema Bus war über Jahrzehnte fest in Wolfsburger Hand. Ob cooler Surfer, grenzenloser Camper oder auch emsiger Handwerker – meist prangten die Buchstaben VW vorne am Kühlergrill. Aber es war eigentlich klar, dass die Konkurrenz irgendwann aufholt. Mercedes-Benz ist das eindrucksvoll gelungen.
Die Mercedes-Benz V-Klasse ist ein sportlich anmutender Bus mit dynamischer Linie, der sich am Surfstrand ebenso gut schlägt wie auf dem Büro-Parkplatz. Der Modellkatalog ist pickepackevoll mit Extras, von elektrischen Schiebetüren über Soundsysteme bis hin zu Assistenten, Fahrhilfen und Sicherheitsfeatures – Mercedes weiss, was die anspruchsvollen Kunden wollen. Das hat allerdings auch seinen Preis. Mindestens 42.000 EUR müsst Ihr mitbringen, wenn eine neue V-Klasse in Eurer Garage parken soll. Dafür ist dann aber schon recht viel Ausstattung dabei. Der Kofferraum könnte etwas üppiger sein, ansonsten fühlt es sich auf dem Fahrersitz und auch auf den Rückbänken nahezu perfekt an.

Ihr könnt Eurem Kind gegenüber sitzen oder Euch auch für eine Dreier-Sitzbank entscheiden. Eins muss Euch aber auch klar sein: mit kleinen Parklücken in zugestellten Innenstädten kommt Ihr nicht mehr aus. Ein Stellplatz oder großzügige Parkflächen in der Nähe zur Wohnung sind von Vorteil.

Familien-Van des Jahres 2014: Lancia Voyager

Fasten Seatbelt. Anschnallen und die Fahrt geniessen. Auch der Lancia Voyager ist nicht gerade auf schmaler Spur unterwegs. Mit einer Länge von über 5 Metern ist auch er nur etwas für größere Parklücken. Aber dafür erinnert der Innenraum an einen Flug im Privatjet. Viele Ablagemöglichkeiten, komfortable Sitze und ein sehr edles Lichtkonzept sorgen für stimmungsvolle Atmosphäre im Inneren. Der amerikanische Ursprung des Modells, welches eine Modifizierung des Chrysler Voyager ist, macht sich beim Komfort und den vielen technischen Features bemerkbar. Xenon-Scheinwerfer, 17”-Leichtmetallfelgen, Privacy Verglasung und sogar beheizbare Rücksitze geben dem Multi Purpose Vehicle (MPV) einen sportlichen Touch und bieten reichlich Wohlfühl-Klima. Dank der Schiebetüren und der hohen Sitzposition ist das Handling mit Kleinkindern sehr einfach und der Blick nach draußen problemlos möglich.

Und dank Innenspiegel habt Ihr den großzügigen Innenraum vom Fahrersitz jederzeit im Blick. Lediglich der Verbrauch erschien uns in den zwei Testwochen reichlich hoch, ansonsten bekommt Ihr hier ab gut 38.500 EUR extrem viel Auto für die Stadt und auch für lange Urlaubsreisen. Eure Familie wird begeistert sein.

Familien-Kombi des Jahres 2014: Škoda Superb Combi

Der tschechische Hersteller gilt als die Marke mit den Vernunftsautos. Simply clever, wie der Claim schon sagt. Dabei muss sich ein Škoda Superb Combi keineswegs in Sachen Design hinter den Premiumherstellern verstecken. Gespart wird eher im Innenraum. Das beige Leder wirkte zwar sehr edel, allerdings fehlte es an Ablageflächen und auch beim Soundsystem spielt der Škoda nicht in der ersten Liga. Aber irgendwo müssen ja auch Abstriche gemacht werden. Dafür geht’s auf der Rückbank so geräumig zu wie in einer Bahnhofshalle. Mega-Beinfreiheit, verdunkelte Scheiben, herausziehbare Sonnenblenden und ein in der Tür eingebauter Regenschirm sorgen bei schnellen Klimawechseln in Hamburg jederzeit für das passende Equipment. Das ist wirklich simply clever. Ähnlich viel Platz bietet der Kofferraum, da hätten fast zwei Kinderwagen Platz. Und auch der Fahrspaß kommt nicht zu kurz. Der Superb rollt geschmeidig dahin, kann aber auch mal sportlich werden. Und auch als ausdauernder Tourer macht der Superb eine gute Figur.

Das alles bei etwa 7 Litern im Durchschnitt. Also auch gut für den Sparfuchs. Apropos: den Škoda Superb Combi bekommt Ihr ab 25.290 EUR, mit ein paar Design- und Sicherheitsfeatures landet Ihr dann schnell jenseits der 30.000 EUR. Dafür gibt es dann aber auch ein echt schönes Familienauto.

Soweit unsere drei Jahressieger. Wir haben aber noch viel mehr Testkilometer abgerissen. Wer noch mehr lesen will, findet bei uns noch mehr Fahrberichte zu Familienautos. Und im nächsten Jahr treten wir für Euch auch wieder aufs Gaspedal.

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