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Daddylicious Urlaub mit der Familie – individuell oder all inclusive?

Daddylicious: Urlaub mit der Familie – individuell oder all inclusive?
Was Kai Bösel sich in jungen Jahren nie hätte vorstellen können, ist für ihn heute Erholung pur: eine Pauschalreise mit komplexem Unterhaltungsprogramm und bester kulinarischer Versorgung. 14 Tage Familienurlaub mit maximaler Entspannung.

Mit 18 rannte ich nicht in Düsseldorf rum und war auch nicht Sänger einer Rock-'n'-Roll-Band. Aber ich trug lange Haare, fuhr Motorrad, wollte niemals später einen Schreibtisch-Job und fand Leute spießig, die einen Cluburlaub buchten. Meine Vorstellung von Reisen war mit dem Rucksack durch Südafrika, im Bully an den Surfstrand von Tarifa oder auch mit dem Fahrrad über dänische Inseln.

Das ist über 20 Jahre her. Heute trage ich eine Geheimratsecken-optimierte Kurzhaarfrisur, fahre eine Mercedes B-Klasse und immerhin noch eine alte Vespa, sitze nicht nur tagsüber am Rechner, sondern meist auch noch abends und komme jüngst mit der Familie aus einem All-Inclusive-Cluburlaub zurück. Und für alle jungen Familien, die nun in die Sommerferien starten, fasse ich meine Eindrücke mal zusammen.

Wie bei so vielen anderen Themen auch ändern sich Sicht- und Verhaltensweisen, wenn man in die Jahre kommt und somit an Weisheit zulegt. Und tatsächlich haben wir den Cluburlaub schon vor ein paar Jahren zusammen mit den großen Kindern als ernstzunehmende Alternative zum Backpack-Tourismus schätzen gelernt. Aufgrund der uns nur begrenzt zur Verfügung stehenden Urlaubszeit von maximal 14 Tagen pro Jahr ist das oberste Ziel, dass sich alle Mitreisenden maximal erholen. Dazu gehört für uns zum Beispiel, dass wir nicht selbst für Essen sorgen wollen. Wir wollen morgens nicht zum Frühstück rufen und abends nicht am Grill stehen. Jeder soll's machen, wie er mag.

Daddylicious: Urlaub mit der Familie – individuell oder all inclusive?

Hilfreich ist außerdem ein umfangreiches Entertainment-Programm. Wir waren in vergangenen Urlauben schon stundenlang auf diversen Rutschen in angeschlossenen Wasserparks auf Schussfahrt, sind Quad gefahren, haben Paragliding-Sprünge gemacht, haben Golf gespielt, sind Banana-Boat gefahren und waren abends im Hotel noch 'ne Runde auf der Bowling-Bahn.

Zugegeben, so richtig individuell ist das nicht. Man darf sich nicht an leichten Hintergrundgeräuschen stören, wenn durchtrainierte Animateure zum Aqua-Gym, Dart, Boccia oder Tischtennis auffordern. Dafür waren wir kurz vor dem Schlafengehen bei der Mini-Disco im Amphi-Theater dann wieder mit am Start. Mal wollte unsere Tochter mittanzen, manchmal auch nur zugucken und mitklatschen. Auf dem Weg ins Bett haben wir irgendwann die Daddelautomaten der „Gambling Hall“ entdeckt und dort unsere restlichen türkischen Lire versenkt.

Daddylicious: Urlaub mit der Familie – individuell oder all inclusive?
Daddylicious: Urlaub mit der Familie – individuell oder all inclusive?

Wir können mit dem Bändchen am Arm alle zusammen ganz wunderbar abspannen. Es gibt immer dann etwas zu essen, wenn man hungrig ist. Es gibt leckere Drinks, reichlich Pools und Liegen und oft auch einen eigenen Strandabschnitt. Wir planen für so einen Urlaub immer genug Budget ein und informieren uns vorab sehr umfassend auf diversen Hotelbewertungsseiten. Denn wir wollen weder in einer 24/7 Party-Oase landen noch uns über Baustellen, dreckige Zimmer oder mieses Essen ärgern. Bisher hat das immer ganz prima geklappt.

Ich bewundere Leute, die auch mit kleinen Kindern schon um die Welt reisen. Wie zum Beispiel Thomas Alboth, den wir mal dazu interviewt haben. Aber sowas hat dann auch nichts mehr mit einer Woche Urlaub zu tun. Wir wollen auch mal mit dem Camper durch die USA. Und dann das Abendessen wieder selbst am Grill zubereiten. Aber dieses Mal wollten wir selbst nichts tun müssen. Und das ist uns ziemlich gut gelungen.

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