Daddylicious Vatertag – Zeit für einen Schulterblick


In mehr als 60 Ländern werden am Vatertag die Papas geehrt und gefeiert. Der richtige Anlass für Mark Bourichter, sich einmal zu überlegen, was es heute bedeutet, ein Vater zu sein.

Schokolade zum Vatertag? Blumen? Ein Gadget? Wollen Väter wirklich Geschenke aus dem Regal zu einem "Ehrentag", der eigentlich Christi Himmelfahrt heißt? Ich denke nicht. Väter freuen sich dann eher über eine Aufmerksamkeit der Kinder: ein Bild oder etwas Gebasteltes. Und sie freuen sich über Zeit. Zeit, die sie je nach Belieben mit den Kindern, der Familie oder mit den Freunden verbringen wollen. Der Mix macht es. In einem Jahr die klassische Männertour mit Kaltgetränken und Grillgut, im Jahr darauf dann ein Kurzurlaub über das verlängerte Wochenende. Auch hoch im Kurs ist eine Tour mit den Kindern - ohne die Mütter. Auch für die Mama kann so ein Vatertag entspannend sein. Aber ein Hype wie beim Muttertag, forciert durch die Konsumgüterindustrie, brauchen wir Daddies nicht. Wie wäre es mit einem Frühstück ans Bett so ab 9 Uhr? Das würde eigentlich schon reichen.

In über sechzig Ländern der Erde wird der Vatertag an jedem dritten Sonntag im Juni gefeiert. Zum Beispiel in den USA, im Vereinigten Königreich, in Frankreich, in den Niederlanden, in Irland, Japan, Canada und Kroatien, in Tschechien und in der Slovakei, in Bulgarien und Griechenland, in der Türkei und in China. In den USA ist der Vatertag gesetzlicher Feiertag. Dort hat er auch seine Wurzeln. Zurückzuführen ist der Feiertag laut Wikipedia auf Sonora Smart Dodd (1882–1978), deren Vater im Sezessionskrieg 1861–1865 gekämpft hatte. 1910 rief sie, beeinflusst durch die Einführung eines Muttertages, eine Bewegung zur Ehrung von Vätern ins Leben. Präsident Calvin Coolidge gab 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines besonderen Feiertages an die Einzelstaaten der USA heraus. Präsident Richard Nixon erhob ihn 1972 in den Rang eines offiziellen Feiertages im Juni.

On nun im Juni in der Welt oder in Deutschland zu Christi Himmelfahrt und egal, wie der Tag von Vätern begangen wird, sollten sich alle Männer mit Kindern am Vatertag mal die Frage stellen, was es denn bedeutet, Vater zu sein. Das kann auch einfach morgens unter der Dusche passieren. Es hilft, sich noch einmal vor Augen zu führen, für was man steht. Welche Verantwortung man trägt und was für ein Glück es ist, ein Vater zu sein. Arthur Paul Heisler, Filmemacher und Freund des Hauses, hat illustren Daddies diese Frage gestellt. Unter anderem mit Helge Thomsen, Oliver Kaps und Kai Bösel. Nehmt Euch die Zeit für zehn Minuten Schulterblick und geniesst den Tag. Auch wenn es höchstwahrscheinlich Bindfäden regnet.

Übrigens: Laut Statistischem Bundesamt passieren am Vatertag dreimal so viele durch Alkohol bedingte Verkehrsunfälle im Vergleich zu "normalen" Tagen. Grund dafür sind die besagten Herrentouren, auf denen die Jungs meist mit Bollerwagen, Bier und Bratwurst durchs Gelände eiern. Manche Gefahrensucher fahren auch Fahrrad. Davon ist aber nun wirklich abzuraten.


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