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Fotos bei Facebook: So lassen sich Kinderbilder online zeigen

Die polnische Fotografin Iwona Podlasińska beweist eindrucksvoll, dass Eltern die Gesichter ihrer Kinder nicht in den sozialen Medien zeigen müssen, um wunderschöne Fotos von ihnen zu veröffentlichen.

Ein kleiner Junge, von hinten zu sehen, schaut in der Abenddämmerung aus dem Fenster

Wer Bilder von seinen Kindern veröffentlichen möchte, muss nicht ihre Gesichter zeigen, um warme, atmosphärische Aufnahmen zu zeigen

Manchmal fasst man sich an den Kopf, wenn eigene Freunde, die man natürlich nicht für dumm hält, Fotos ihrer Kinder bei Facebook online stellen. Ob nackt am Strand oder an einem leicht zu erkennenden Ort, bei dem man davon ausgehen kann, dass sich das Kind dort regelmäßig aufhält: Aufnahmen dieser Art ziehen leider manchmal Menschen an, die nichts Gutes im Sinn haben. Wenn dann auch noch ein niedliches Gesicht zu erkennen ist, könnte man bereits von Leichtsinn sprechen. Sichtbarkeitseinstellungen hin oder her – nur Freunde, nur Familie, nur ich –, die Bilder liegen auf einem fremden Server und man weiß ja nie, wer den mal hackt.

Dass Eltern dennoch große Freude daran haben, Momente ihrer Kinder zu zeigen, ist leicht nachvollziehbar. Ein Großteil des Freundeskreises begeistert sich mit, bleibt auf dem Laufenden und peu à peu entsteht eine Sammlung, die Tagebuch-Charakter hat: Zeit und Ort dokumentieren Reisen, wir erhalten Rückblicke und Überblicke von so klarer Struktur, wie wir sie in der Offline-Welt meistens zeitlich schon gar nicht mehr zusammenstellen können.

Licht statt Gesicht

In Polen lebt die Fotografin Iwona Podlasińska, die es liebt, Fotos von ihren Kindern und deren Cousins zu machen. Sie selbst hat keinen missionarischen Auftrag und veröffentlicht Kinder durchaus auch von vorn fotografiert, aber ihre Arbeiten eignen sich bestens, um zu veranschaulichen, wie man seine Kinder deutlich sicherer online zeigen kann. Podlasińska verwendet dazu eine Technik der Inszenierung, von der sich vorsichtige Eltern gut inspirieren lassen können. 

Ein Kind steht mit Mütze und Jacke in einer Schneelandschaft

Winterwunderland mit Kind – und dennoch sicher

Digitale Nachbearbeitung hat es leicht gemacht, Akzente zu setzen. Filter und Aufhellungen können Bildern die Atmosphäre von Wärme und Glück geben, die sonst ein strahlendes Kindergesicht schafft. Von Momentaufnahmen und Schnellschüssen ist online eher abzuraten, auch wenn das Motiv noch so verführerisch ist. Manches muss einfach besser privat bleiben. 

Wer mehr von Iwona Podlasińska sehen und lernen möchte, findet ihre Bilder bei Instagram, Flickr, Facebook oder auf ihrer Website.

bal
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