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Vorher - nachher: Was sich im Urlaub mit Kindern verändert

Ferien - die schönste Zeit des Jahres. Endlich hat man Zeit, mal so richtig zu relaxen. Doch mischen sich die eigenen Kinder in die Reisegesellschaft, sieht das plötzlich ganz anders aus.

Mama müde, Kind genervt: Familienrealität im Urlaub

Mama müde, Kind genervt: Familienrealität im Urlaub

Strandspaziergänge bei Sonnenuntergang, Cocktails an der Hotelbar, romantische Augenblicke beim Candle-Light-Dinner: So kann Urlaub aussehen - bevor man Kinder bekommt. Hat man erst einmal Nachwuchs, läuft so eine Reise ganz anders ab ...

Ohne Kinder:
Ausschlafen, jeden einzelnen Morgen. Und nachmittags vielleicht noch ein kurzes Nickerchen am Strand.

Mit Kindern:
Dem Nachwuchs ist es egal, ob Urlaub oder Alltag: 6.15 Uhr ist seine perfekte Zeit zum Aufstehen.


Ohne Kinder:
Im Urlaub kann man endlich tun, was man gerne möchte. Egal, ob Ihnen der Sinn nach Wasserski oder shoppen, schlafen oder schnorcheln steht, Sie entscheiden. Und müssen anders als im Alltag auch nur die Dinge erledigen, zu denen Sie Lust haben.

Mit Kindern:
Im Urlaub wird getan, was die Kinder wollen. So wie sonst auch. Das kann dazu führen, dass Sie Dinge machen, die Sie nie, wirklich niemals wollten: Den Clubtanz zusammen mit ein paar übergewichtigen Engländern tanzen, in einem Pinkel-, äh, Babybecken sitzen und Ihrem Kind beim Planschen zusehen. Statt in einem netten Restaurant, essen Sie bei McDonalds, da der Nachwuchs nur so zufriedenzustellen ist - und Sie den Paaren, die in den netten Restaurants ihren Urlaub genießen, das ständige Gezanke Ihrer Kinder ersparen wollen.


Ohne Kinder:
Sie leben in den Tag hinein, machen spontan einen Tauchkurs oder erkunden - nur bepackt mit Handtuch und Sonnenbrille - die schönsten Buchten in der Umgebung.

Mit Kindern:
Spontaner Strandausflug? Klar, Sie müssen nur fix die Sachen der Kinder zusammenpacken: Zwei Schaufeln, ein Eimer, fünf Handtücher, Ersatzkleidung, Sonnencreme in drei unterschiedlichen Stärken, Schwimmflügel, Poolnudel, Windeln, Sonnenschirm, Windschutz, Kappen, Getränke, Kekse, Obst ... Zusammen mit dem Eincremen der Kinder und einer letzten Toilettenrunde, können Sie nach ungefähr anderthalb Stunden aufbrechen. (Eine längere Suche nach der richtigen Schaufel oder der liebsten Badehose nicht mit eingerechnet.)


Ohne Kinder:
Endlich hat man als Paar mal wirklich Zeit füreinander. Kann ernsthafte Gespräche führen, romantische Sonnenuntergänge beobachten, den gesamten Vormittag nackt im Hotelbett verbringen.

Mit Kindern:
Während der romantischen Sonnenuntergänge versuchen Sie wahrscheinlich gerade, die Kinder zum Schlafen zu überreden. Ernsthafte Gespräche führen Sie mit Ihrem Partner nur über den Punkt, wessen Idee es nochmal war, Kinder zu bekommen. Und Sex? Wer hat nach stundenlangem Fangenspielen, Streitschlichten und Sandburgbauen noch den Elan dazu? Und selbst wenn Sie die Lust einmal übermannen sollte: Mindestens ein Kind sucht regelmäßig Zuflucht in Ihrem Bett, da sein Bett in der Ferienwohnung "unbequem ist", "komisch riecht" oder "irgendwie ganz anders als Zuhause ist".


Ohne Kinder:
Man entdeckt fremde Länder, lernt neue Leute kennen und kommt inspiriert aus dem Urlaub zurück.

Mit Kindern:
Die einzigen Orte, die man mit Kindern erkundet, sind hygienisch zweifelhafte Toiletten, Spielplätze und der Hotelpool. Man lernt ein nerviges Sonderpädagogen-Paar aus Karlsruhe kennen, deren nicht weniger nervige Tochter die neue beste Freundin des Kindes ist.


Ohne Kinder:
Nach dem Urlaub sind Sie erholt.

Mit Kindern:
Nach dem Urlaub brauchen Sie dringend Urlaub.

vim

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