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Mitgefühl für 16-Jährige: Mädchen schreibt Brief an toten Vater - und erhält eine Antwort

Eine 16-Jährige aus den USA hat ihrem toten Vater einen Ballon mit einem Brief geschickt. 700 Kilometer entfernt landete der Ballon wieder auf der Erde - und setzte eine Welle des Mitgefühls in Gang.

Ashlynn und ihr Vater

Ashlynn und ihr Vater

Seit über vier Jahren muss Ashlynn Marracino aus Kalifornien ohne ihren Vater leben. Er starb 2010 an einem Aneurysma im Gehirn. Die 16-Jährige sendet ihrem Dad seitdem regelmäßig Nachrichten - immer am 6. Januar, seinem Geburtstag. Auch in diesem Jahr schrieb sie ihm einen Brief auf einem Gasballon und ließ ihn in den Himmel aufsteigen. Sie habe nie über eine Antwort nachgedacht, sagte sie dem Fernsehsender KCBS, es gehe ihr danach einfach besser.

Doch in diesem Jahr erhielt sie eine Antwort.

Von Lisa Swisley, einer Restaurantbesitzerin aus Auburn, 700 Kilometer nördlich von Los Angeles, Ashlynns Heimatort. Sie fand den Ballon und las die Nachricht des Mädchens. "Ich finde es nicht fair, dass du nie zu meinem Leben gehört hast. Bitte gib mir ein Zeichen. Irgendetwas, damit ich weiß, dass du da bist. Ich vermisse dich so sehr und will dich zuück", zitiert KCBS aus dem Brief. Ashlynns Vater saß zehn Jahre im Gefängnis und starb kurz nach seiner Entlassung. In der Nacht vor seinem Tod versuchte er, seine Tochter anzurufen. Doch Ashlynn ging nicht ran. Etwas, was sie sich nicht verzeihen kann.

Lisa Swisley war so gerührt von dem Brief, das sie beschloss, etwas zu unternehmen. Sie erzählte in einer Facebook-Gruppe, die gegründet wurde, um anderen etwas Gutes zu tun, die Geschichte des 16-jährigen Mädchens und kontaktierte sie über das Netzwerk. Seitdem telefonieren die beiden regelmäßig und Ashlynn bekommt von ihr völlig fremden Menschen Briefe und Geschenke. "Das ist mein Zeichen, um das ich gebeten hatte", sagt sie.

vim
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