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Haustier-Studie Forscher finden heraus, wie man Katzen für sich gewinnt und ihnen Vertrauen signalisiert

Eine Katze blinzelt in die Kamera
In der Kennlernphase saßen oder kauerten die Forscher und streckten der Katze eine Hand entgegen.
© Getty Images
Was genau im Kopf einer Katze vor sich geht, werden wir wohl niemals vollständig erfassen können. Wie man sich ihnen aber besser annähern kann, haben Forscher aus England herausgefunden.

Für eine von der University of Sussex in Großbritannien veröffentlichten Studie beobachteten Wissenschaftler Interaktionen zwischen Katze und Mensch und konnten im Anschluss bestätigen, dass bewusstes menschliches Blinzeln einer Katze gegenüber – sowohl bei vertrauten als auch bei unbekannten Tieren – ein signifikantes Näheverhältnis schafft.

Zunächst suchten und fanden die Forscher 18 Haus- als auch Freigängerkatzen von verschiedenen Besitzern, um ihre Reaktionen auf das Blinzeln der Besitzer zu beobachten. Nach und nach sollten die Besitzer ein immer langsamer werdendes Blinzeln versuchen und schließlich im Anschluss "eine Reihe von halben Blinzlern, gefolgt von entweder einem verlängerten Augenverengen oder einem Augenschließen“, wie es in der Studienbeschreibung zusammengefasst wird. Das Augenschließen am Ende musste mindestens eine halbe Sekunde lang dauern.

Katzen-Reaktion durch "CatFACs" analysiert

Im Gegenversuch befanden sich die Besitzer im selben Raum wie ihre Katzen, interagierten jedoch überhaupt nicht mit ihnen. Die Reaktionen der Katzen wurden dabei durch das sogenannte "CatFACs" ausgewertet. "CatFACs" ist ein System, das auf Erkenntnissen aus der Anatomie basiert und Gesichtsausdrücke mit Muskelbewegungen im Gesicht verknüpfen kann. Die Ergebnisse zeigten, dass Katzen noch sehr viel langsamer blinzelten wenn auch ihre Besitzer sie langsam anblinzelten, als wenn beide überhaupt nicht miteinander interagierten.

Haustier-Studie: Forscher finden heraus, wie man Katzen für sich gewinnt und ihnen Vertrauen signalisiert

Basierend auf diesen Ergebnissen wollten die Forscher herausfinden, ob sich diese Reaktionen der Katzen auch bei fremden Menschen zeigen. In der Kennlernphase saßen oder kauerten die Forscher und streckten der Katze eine Hand entgegen. Dabei blinzelten sie entweder langsam, wie oben beschrieben, oder zeigten einen neutralen Ausdruck ohne jeglichen Augenkontakt.

Das Ergebnis der Untersuchung: Auch bei fremden Menschen blinzelten Katzen eher, wenn sie von diesen zuvor ebenfalls angeblinzelt wurden. Bei Menschen ohne Gesichtsausdruck und Augenkontakt gab es diesen Effekt nicht. Darüber hinaus näherten sich Katzen bei dem aktiven Versuchsaufbau auch früher den fremden Personen an.

Quellen:  "Psychology Today", "Nature", "Science Alert"

km

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