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Single-Mom wird Sex-Sklavin – und liebt es

Nach zwei gescheiterten Ehen ist die Australierin Kim Debron auf der Suche nach sich selbst, bis die Single-Mutter Gefallen an der BDSM-Szene findet. Jetzt spricht sie in einem Interview über ein Leben in Freiheit und Unterwerfung. 

Die australische Sex-Sklavin, ganz in schwarz gekleidet, küsst ihren "Master Joe".

Nach zwei gescheiterten Ehen findet die Australierin Kim Debron ihr Glück als Sex-Sklavin von "Master Joe"(r.)

Spätestens seit "" Erfolgsroman "Fifty Shades of Grey" sind BDSM-Praktiken (Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism) salonfähig geworden. Mit dem Thema wird anders umgegangen. Und doch halten die meisten Sadomasochisten ihre Leidenschaft noch immer vergleichsweise geheim.

Für den Großteil der Bevölkerung wirkt diese sexuelle Vorliebe "bizarr" oder gar "pervers". Auch deshalb trägt die Szene charakteristische Grundzüge einer Subkultur. Damit sich diese Wahrnehmung ändert, gibt es immer wieder Menschen, die an die Öffentlichkeit treten und über ihr BDSM-Leben erzählen.

Zwei gescheiterte Ehen und "BDSM"

Die Australierin Kim Debron ist zum Beispiel eine von ihnen. In einem Interview mit der australischen Internetseite "news.com.au" erzählt sie jetzt, wie sich ihr Leben als Sadomasochistin verbessert hat: "In einer Beziehung zu sein, in der ich nicht alle Entscheidungen treffen muss, ist für mich ein Gefühl von Freiheit."


Nachdem ihre ersten zwei Ehen in die Brüche gegangen sind, ist die Mutter auf der Suche nach sich selbst: "Ich musste die meiste Zeit meines Lebens Verantwortung tragen: eine Reitschule leiten, mich um das Geschäft meines ersten Mannes kümmern und als alleinerziehende Mutter klarkommen", sagt Kim im Interview. Doch dann entdeckt die Australierin die BDSM-Szene: "Ich stieß auf eine völlig neue Welt. Ein Welt, von der ich in meiner Fantasie geträumt hatte", erzählt sie.

Zunächst sei es für sie noch schwierig gewesen, sich jemandem zu unterwerfen, da sie in ihren vorherigen Beziehungen immer das Zepter in der Hand hatte. Mit der Zeit ließ sie sich aber darauf ein und lebt seit nunmehr 14 Jahren ihre sexuelle Vorliebe aus.

Sex-Sklavin Kim und ihr "Master Joe" 

Eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt dabei "Master Joe". Vor mehr als zehn Jahren unterwirft sich die Mutter das erste Mal ihrem Gebieter: "Die Anziehung im Moment der Begegnung war magisch zwischen uns , sagt Kim. Bis heute ist sie ihrem "Master" noch immer hörig.

Egal in welcher Variante, beim BDSM gibt immer ein Machtgefälle zwischen den Beteiligten: einen devoten und einen dominanten Partner. Letzterer muss nicht unbedingt der Mann sein, aber in Kims Beziehung zu "Master Joe" ist das der Fall.

Dennoch sagt sie: "Es ist eigentlich wie eine mittelalterliche . Nur spricht die Ehefrau ihren Mann nicht mit Vornamen an, sondern mit Master oder Sir." Für jemanden, der mit der BDSM-Szene nichts zu tun hat, mag das schwer verständlich klingen, aber für Kim ist das perfekt. Sie bekomme die Liebe, die Sicherheit, die Nähe und den Schutz, den sie sich immer gewünscht habe.

Man nennt es auch Liebe.


rpw

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