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Berlin-Hohenschönhausen: Wo die Stasi einst ihre Gefangenen quälte

Die Farbe blättert von den Wänden ab, über den Möbeln liegt eine Staubschicht: Die Räume des ehemaligen Stasigefängnisses Berlin-Hohenschönhausen erzählen Geschichten des Leids. Die Fotografin Ruth Stoltenberg hat das Grauen festgehalten. 

Bewährtes Mittel war eine strenge Isolation in solchen Kerkerzellen.

Bewährtes Mittel war eine strenge Isolation in solchen Kerkerzellen. Desorientierung, Schlafentzug, Drohungen und Demütigungen zählten ebenfalls zu den so genannten "operativen Zersetzungsstrategien“.

Können Bilder etwas über die Grauen erzählen, das sich in den Räumen eines Stasigefängnisses zugetragen haben? Dieser Frage hat sich die Fotografin Ruth Stoltenberg gestellt. In einer Fotoserie hielt sie halbzerfallene Verhörzimmer, einsame Zellen und übriggebliebene Möbel des ehemaligen Stasigefängnisses Berlin-Hohenschönhausen und des zugehörigen Haftkrankenhauses fest. Die Räume erzählen von einer längst vergangenen Zeit, die hier aber wieder zum Leben erwacht.

22.000 Menschen waren in dem Stasigefängnis zwischen 1951 und 1989 inhaftiert. Stoltenberg lässt zehn von ihnen ihre Geschichte erzählen. Die Berichte der ehemaligen Insassen begleiten die Fotografien, die nun in dem Buch "Objekt I. Untersuchungshaftanstalt und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen" erschienen sind.

120 Verhörzimmer und Foltermethoden

Bewährtes Mittel war eine strenge Isolation in Kerkerzellen. Desorientierung, Schlafentzug, Drohungen und Demütigungen zählten ebenfalls zu den so genannten "operativen Zersetzungsstrategien“. 120 Verhörzimmer standen den Stasi-Mitarbeitern zur Verfügung. Dort versuchte man, eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen. Der Gegensatz zur den karg eingerichteten Zellen sollte die Gefangenen gesprächsbereiter stimmen.

Wollte ein Inhaftierter nicht reden, wurde ein Arrest in einer Folterzelle wie dem Kältekarzer angeordnet. In sogenannten Wasserzellen mussten die Gefangenen in knöchelhohem kaltem Wasser stehen. Auch während eines Aufenthalts im Haftkrankenhaus wurden die Kranken stets wie Gefangene behandelt. Die Aufgabe der Stasi-Mediziner war es, sie wieder vernehmungsfähig zu machen und nicht, sie zu heilen. Sobald die Patienten medizinisch mit dem Notwendigsten versorgt waren, wurden sie wieder dem Strafvollzug überlassen.

Bis heute sind in dem Haftkrankenhaus eine Röntgenstation, eine Kühlkammer sowie Behandlungs-, Operations- und Laborräume erhalten.

Durch ausgeklügelte psychologische Foltermethoden versuchten die Verhörspezialisten, die Gefangenen zum Reden zu bringen. Oberstes Ziel war es, den Willen der Inhaftierten zu brechen.

ivi
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?