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Fotografien aus drei Jahrzehnten: Dieser Bildband zeigt den Alltag der DDR - ohne Propaganda

In seinem Bildband "Bunte DDR" hat der Fotograf Ulrich Burchert den Alltag im sozialistischen Staat eingefangen. Er zeigt ein Leben jenseits von strahlender Propaganda und Arbeiter-Tristesse.

Immer wieder befasst sich Ulrich Burchert mit dem Arbeitsleben in der DDR. In einer Serie geht es um den Alltag einer Sängerin. Er nennt sie Solo Sunny real - in Anlehnung an den 1980 entstandenen Klassiker "Solo Sunny" von Konrad Wolf, der von einer Sängerin in der DDR erzählt.  Die hier porträtierte Ost-Berliner Sängerin ist über die Stationen Kinderrundfunkchor, Singebewegung und die Musikhochschule in ein Ensemble gekommen, das durchs Land tourt und auf Betriebsfeiern und Volksfesten auftritt.

Immer wieder befasst sich Ulrich Burchert mit dem Arbeitsleben in der DDR. In einer Serie geht es um den Alltag einer Sängerin. Er nennt sie Solo Sunny real - in Anlehnung an den 1980 entstandenen Klassiker "Solo Sunny" von Konrad Wolf, der von einer Sängerin in der DDR erzählt.

Die hier porträtierte Ost-Berliner Sängerin ist über die Stationen Kinderrundfunkchor, Singebewegung und die Musikhochschule in ein Ensemble gekommen, das durchs Land tourt und auf Betriebsfeiern und Volksfesten auftritt.

Er gehörte zu den renommiertesten Fotojournalisten der DDR. Ulrich Burchert hat in seinen Bildern das Leben in der DDR dokumentiert. Nicht das von der Staatspropaganda gewünschte Leben glücklicher Arbeiter, sondern den Alltag, wie er sich den Menschen dargeboten hat. Die Bilder in seinem Buch "Bunte DDR" entstanden in den Jahren von 1970 bis 1990. Es sind allesamt zeitgeschichtliche Werke, nichts ist gestellt oder inszeniert.

Immer wieder befasst sich Ulrich Burchert mit dem Arbeitsleben in der DDR. In einer Serie geht es um den Alltag einer Sängerin. Er nennt sie Solo Sunny real - in Anlehnung an den 1980 entstandenen Klassiker "Solo Sunny" von Konrad Wolf, der von einer Sängerin in der DDR erzählt. Die porträtierte Ost-Berliner Sängerin ist über die Stationen Kinderrundfunkchor, Singebewegung und die Musikhochschule in ein Ensemble gekommen, das durchs Land tourt und auf Betriebsfeiern und Volksfesten auftritt.

Auch im sozialistischen Deutschland wurde Karneval gefeiert. Burchert hat 1980 im ostsächsischen Ort Schleife einen niedersorbischen Fastnachtbrauch namens Zampern dokumentiert. Dabei verkleiden sich die Menschen, lärmen und musizieren, um böse Geister zu vertreiben.

Das Berufsleben besaß großes Gewicht im Arbeiter- und Bauern-Staat. 1981 hat Burchert eine Dispatcherin im VEB Getreidewirtschaft in Angermünde abgelichtet.

Wenig glamourös erscheint die von ihm abgelichtete Hochzeit am Prenzlauer Berg aus dem Jahr 1970. Der heute stark gentrifizierte Berliner Stadtteil war damals ziemlich heruntergekommen.

Ganz anders die Hochzeit von Dikeledi Selepe und Mark Gwilli im Herbst 1988. Die beiden Südafrikaner haben in der DDR politisches Asyl gefunden. Dikeledi arbeitete als Schneiderin im Suhler Kombinat Hauswirtschaft, Mark als Landmaschinenschlosser. Zur Hochzeit kamen viele Freunde und Arbeitskollegen, aber auch Asylanten aus Namibia, Uganda und der südafrikanischen Befreiungsorganisation ANC, die gleichfalls ins Exil gehen mussten. Die Hochzeit richtete die evangelische Gemeinde des thüringischen Ortes Viernau aus.


Das Buch ist im Verlag neues Leben erschienen und kostet 24,99 Euro.

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