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Nachwuchskünstler in Zürich: Psst, geheim: 20 unterschätzte Fotokünstler!

Stellen wir uns vor, Fotografien von Helmut Newton, Annie Leibowitz oder Peter Lindbergh sehen wir zum ersten Mal. Ein Geheimtipp führt uns zur Galerie. Genau diese Möglichkeit bietet sich jetzt in der Züricher Guye Galerie.

Anlässlich des 5-Jahres-Jubliäums der Guye Galerie in Zürich startete sie am 1. Juli 2015 ein neues biennales Galerieformat: 20/20vision. Der Titel verweist auf das Entstehungsprinzip der Ausstellung: 20 eingeladene Experten (10 nationale und 10 internationale) nominieren je einen Künstler, der ihrer Meinung nach noch nicht die Anerkennung erhielt, die er oder sie verdient hätte.

Es handelt sich um die bisher grösste und umfangreichste Ausstellung der Galerie. 40 Werke sind zu sehen: von analoger Schwarzweiss- und Farbfotografie bis zu digital verarbeiteten Bildern sowie Objekte, standortspezifische Installationen, Videoarbeiten und Fotoskulpturen.

Im Fokus stehen zeitgenössische Kunstschaffende, die sich innerhalb der Gegenwartskunst vielseitig und vertieft mit fotografischen Techniken beschäftigen, ohne sich und ihre Arbeit dabei auf das Medium zu reduzieren. 20/20vision zeigt keine fotografischen Trends, sondern bemüht sich um ein inspirierendes Nebeneinander verschiedener Künstler, Experten, Konzepte und Techniken. Mit dieser Werkschau des zeitgenössischen Umgangs mit Fotografie möchten die Veranstalter nicht nur künstlerisches Talent, sondern auch eine Strategie im Umgang mit der Bilderflut fördern: sich von Neugierde leiten lassen, die Begeisterung teilen, sich gemeinsam auf die Suche machen und das Gefundene weiterempfehlen. Die Ausstellung und die Publikation sind eine Einladung, die Aufmerksamkeit auf die ausgewählten Werke zu richten und die Flut vorbeiziehen zu lassen.


Zu sehen sind die Werke noch bis 5. September 2015 in der Christophe Guye Galerie in Zürich.

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