Wochenlang treiben kurdische Nomaden Tausende Tiere durch die Ödnis Anatoliens zu saftigen Weiden. Fotograf Emin Özmen wanderte mit.
Ein Knall ertönt, als Çetin den Holzhammer hinuntersausen lässt. Mit beiden Händen hält er ihn umklammert. Die Arme des Zwölfjährigen sind noch nicht so stark wie die seines Vaters. Aber er will mit anpacken. Çetin hebt den Hammer erneut über seinen Kopf. Wumm. Der Holzpflock steckt im Boden. Çetin wischt sich den Schweiß von der Stirn. Die Sonne steigt immer höher über die anatolische Hochebene und heizt die dürre, felsige Landschaft auf.