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Nannen Preis-Sieger

Inszenierte Fotografie: Kinder und Frauen als lebende Bomben – das Boko-Haram-Regime in Nigeria

Die Terroristen von Boko Haram befestigen Sprengstoff an Kindern und Frauen und machen sie zu lebenden Bomben. Einem Reporterteam ist es erstmals gelungen, mit 18 Mädchen zu sprechen, die sich widersetzten – und überlebten. Die Fotoreportage hat am Mittwochabend den Nannen Preis 2018 gewonnen.

Fotos: Adam Ferguson, Text: Dionne Searcey

Terror in Nigeria: Sprengstoffgürtel an den Körpern von Kindern und Frauen

Aisha, 15: "Sie sagten zu mir: Wirst du mit uns schlafen – oder willst du einen Auftrag übernehmen?"

Diese Fotostrecke erschien 2017 im stern. Sie hat in der Kategorie Inszenierte Fotografie den Nannen Preis 2018 gewonnen, der am Mittwochabend in der Hamburger Elbphilharmonie vergeben wurde. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir sie noch einmal auf stern.de.

Die Mädchen wollten niemanden töten. Sie gingen eine Weile schweigend weiter. Das Gewicht des Sprengstoffs um ihre Taillen zog sie nach unten. Sie befühlten die Zündknöpfe und versuchten, einen Ausweg zu finden. "Ich weiß nicht, wie ich das Ding hier loswerden kann." Hadiza, 16, erinnert sich noch genau an die Worte, die sie auf dem Weg zu ihrer "Mission" sagte. "Was machst du mit deinem?", fragte sie das zwölfjährige Mädchen, das ebenfalls mit einem umgeschnallten Sprengstoffgürtel neben ihr lief.

"Ich gehe irgendwohin und sprenge mich in die Luft", antwortete das Mädchen resigniert.

Alles war viel zu schnell gegangen. Nachdem Boko Haram sie entführt hatte, war Hadiza einem Kämpfer vorgeführt worden. Der wollte sie "heiraten". Doch sie wies ihn ab. "Das wird dir noch leidtun", sagte der Kämpfer. Ein paar Tage später brachte man sie zu einem der Anführer. Er sagte, sie werde zum schönsten Ort gehen, den sie sich vorstellen könne. Hadiza dachte, sie werde nach Hause gehen.

Der Kämpfer aber sprach – vom Paradies.

Der Einsatz von Kindern ist inzwischen normal

Sie seien in der Nacht zu ihr gekommen, erzählt Hadiza, hätten einen Sprengstoffgürtel genommen und ihr um die Taille geschnallt. Dann schickten die Kämpfer sie und das andere Mädchen los, zu Fuß, allein. Ihr Auftrag: die Bomben in einem Flüchtlingscamp zu zünden. "Ich wusste, dass ich sterben und dabei andere Menschen töten würde", erinnert sich Hadiza. "Das wollte ich nicht."

Im Nordosten Nigerias, wo seit acht Jahren der Krieg gegen die islamistischen Terroristen von Boko Haram herrscht, haben die Menschen inzwischen Angst vor ihren eigenen Mädchen. In diesem Jahr haben die Terroristen schon mehr als doppelt so viele Selbstmordattentate verüben lassen wie im ganzen Jahr 2016. Laut Unicef sind seit Beginn des Jahres mehr als 110 Kinder als Selbstmordattentäter eingesetzt worden – davon mindestens 76 Mädchen. Die meisten waren jünger als 15. Ein Mädchen sprengte sich mit einem Baby auf dem Rücken in die Luft.

Selbstmordattentäter haben hier in der Provinzhauptstadt Maiduguri – wo einst Boko Haram gegründet wurde – Moscheen angegriffen, Märkte, Kontrollpunkte, Flüchtlingslager. Um die Universität der Stadt, häufig Ziel von Attentaten, hat man Gräben ausgehoben, in der Hoffnung, die Angreifer so aufhalten zu können.

Der Einsatz von Kindern ist inzwischen so erschreckend normal geworden, dass staatliche Stellen die Menschen bitten, nach jungen Attentäterinnen Ausschau zu halten. Eine riesige Plakatwand in Maiduguri zeigt das Bild eines Mädchens mit finsterem und wildem Blick, das Sprengstoff vor der Brust trägt und den Zünder umklammert. Daneben der Aufruf: "Stoppt den Terrorismus". Ein Video des Militärs macht Attentäter darauf aufmerksam, dass sie sich ergeben können. Zu sehen ist ein elfjähriges Mädchen. "Lasst euch keinen Sprengstoff umschnallen", sagt das Mädchen. "Das ist lebensgefährlich."

Die Kampagne stellt Attentäter und deren Familien als Kollaborateure von Boko Haram dar, die entweder aus eigenem Willen den Terror unterstützen oder weil sie einer Gehirnwäsche unterzogen oder unter Drogen gesetzt wurden.

Einem Reporterteam ist es nun gelungen, hier im Nordosten Nigerias 18 Mädchen aufzuspüren und zu interviewen, die von Boko Haram auf Selbstmordmissionen geschickt wurden. Ihre Berichte erzählen eine andere Geschichte. Weit davon entfernt, willige Mittäter zu sein, beschreiben die Mädchen, wie sie entführt und als Geiseln festgehalten wurden, während man ihre Familien bei der Gefangennahme ermordete.

"Schau her! Ich bin unschuldig"

Alle Mädchen berichten, dass bewaffnete Kämpfer ihnen mit Gewalt Sprengstoffgürtel um die Taille gebunden oder Bomben in die Hand gedrückt hätten. Dann habe man sie an Orte geschickt, wo sich Menschen versammeln. Den meisten erzählte man, dass ihre Religion sie zwinge, die Befehle zu befolgen. Doch alle 18 Mädchen leisteten Widerstand. Sie verhinderten die Attentate, indem sie Passanten oder Polizisten um Hilfe baten.

Ihre Leidenswege ähneln sich. Als die Islamisten in das Haus von Aisha, 15, kamen, versuchte sie noch mit ihrem Vater und dem zehnjährigen Bruder zu fliehen, doch die Männer holten sie ein. Sie töteten ihren Vater, und kurz danach beobachtete Aisha, wie man ihrem Bruder eine Bombe umschnallte und ihn zwischen zwei Terroristen auf ein Motorrad zwängte. Dann preschten sie davon.

Die beiden Terroristen kehrten triumphierend ohne ihn zurück. Aisha erfuhr, dass ihr kleiner Bruder in einer Kaserne Soldaten in die Luft gesprengt hatte. Die Terroristen sagten, sie solle nicht um ihn weinen. "Er hat böse Menschen getötet." Später schnallte man auch ihr eine Bombe um und befahl ihr, zu derselben Kaserne zu gehen.

Wie einige der Mädchen, so sagt auch Aisha, sie habe zunächst überlegt, an einen einsamen Ort zu gehen und dort auf den Zündknopf zu drücken, weit weg von anderen Menschen. Stattdessen näherte sie sich den Soldaten und brachte sie dazu, ganz vorsichtig den Sprengstoff von ihrem Körper zu entfernen.

"Ich habe ihnen gesagt: Mein Bruder war hier und hat einige von euren Leuten getötet", erzählt sie. "Mein Bruder wusste nicht, dass er das nicht tun musste. Er war nicht vernünftig genug. Er war ja noch ein kleines Kind."

Auch andere Mädchen erzählen diese Geschichten von Terror und Widerstand. Sie solle sich auf den Bauch fallen lassen, mit dem Gesicht nach unten, hatten die Terroristen Fatima, 17, gesagt. Doch als sie auf die Soldaten zuging, hob sie die Hände und rief, so laut sie konnte: "Schaut her! Ich bin unschuldig! Ich gehöre nicht zu denen! Sie haben mich gezwungen!"

Sie solle warten, bis sie eine große Menschenmenge finde, hatten Kämpfer Hajja, 17, befohlen. Aber wenn sie zuerst auf ein oder zwei Soldaten treffe, dann solle sie auf den Knopf drücken. Sie aber zeigte einem Soldaten, dem sie begegnete, ihre Bombe. Er führte sie auf ein Feld, wo er sie behutsam von dem Sprengstoff befreite.

Alarmbereitschaft an den Checkpoints

Fati, 14, wurde mit neun Mädchen eingesetzt. Jedes wurde in eine andere Richtung geschickt, um verschiedene Ziele anzugreifen. Sie ging in eine Polizeiwache und bat um Hilfe. Dabei hielt sie die Tasche hoch, die die Terroristen ihr gegeben hatten. Die Polizisten seien schreiend ins Freie gerannt, erzählt sie. Doch dann seien sie zurückgekommen und hätten ihr gesagt, sie solle die Tasche auf einem Feld in der Nähe abstellen und weggehen.

Maryam, 16, sagt, ein alter Mann, der unter einem Baum gesessen habe, habe ihr geholfen. Die beiden hätten sich aus sicherer Entfernung schreiend verständigt. Der Mann habe sich versichern wollen, dass sie nicht vorhatte, ihn in die Luft zu sprengen.

Für all diese Mädchen war es äußerst gefährlich, zu Polizisten oder Soldaten zu gehen und um Hilfe zu bitten. An den Checkpoints herrscht höchste Alarmbereitschaft, wenn irgendjemand sich nähert, der verdächtig scheint – und meistens bedeutet das: eine Frau oder ein Mädchen. Denn die tragen lange Tücher und Gewänder, die Kopf und Körper bedecken, unter denen sich Sprengstoffgürtel verbergen können. Allein in den vergangenen drei Monaten des Jahres 2016 wurden 13 Jugendliche getötet, nachdem man sie fälschlicherweise für Selbstmordattentäter gehalten hatte.

Viele Mädchen erzählen dieselbe Geschichte wie Hadiza. Die Terroristen hätten ihnen das Paradies versprochen, wenn sie einen roten Zündknopf drückten. Die Mädchen wurden meist an einsamen Straßen abgeladen, während bewaffnete Kämpfer aus einiger Entfernung beobachteten, wie sie auf ihre Ziele zugingen.

Maimuma, 14, der die Terroristen aufgetragen hatten, eine Gruppe von Soldaten in die Luft zu sprengen, sagt, sie habe nicht enden wollen wie Dutzende anderer Mädchen, die sich getötet und Unbeteiligte mitgerissen hätten. "Manche Leute glauben, ich gehöre zu Boko Haram", sagt sie. "Und für manche Leute bin ich eine Heldin."

Nigeria ist es in den vergangenen Jahren gelungen, Boko Haram zurückzudrängen, doch zuletzt gab es Rückschläge. Im Juni griffen Kämpfer einen Konvoi mit Soldaten und Polizeibeamten an und entführten mehrere Polizistinnen. Im folgenden Monat feuerten Terroristen auf einen von Militär begleiteten Konvoi mit Mitarbeitern eines Ölkonzerns, entführten Geologen von der Universität Maiduguri und töteten mindestens 50 Menschen. Westliche Geheimdienstmitarbeiter berichten, die Terroristen hätten Gebiete zurückerobert, die das nigerianische Militär ihnen zuvor abgenommen hatte.

"Ich kriege Angst, wenn ich Frauen sehe"

Die humanitäre Situation in der Region ist katastrophal. Fast zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Maiduguri ist überlaufen von Familien, die vom Land geflohen sind. Viele wohnen in verfallenen Häusern und strohgedeckten Hütten oder an den Ufern des seichten Flusses Ngadda. Manche ernähren sich von Kuhhaut, die Gerbereien als Abfall wegwerfen.

Laut einem im August veröffentlichten Bericht der Antiterrorabteilung der US-Militärakademie West Point waren es in den vergangenen sechs Jahren in der Mehrzahl Frauen, die im Nordosten Nigerias, in Kamerun, im Niger und Tschad Selbstmordattentate im Auftrag von Boko Haram verübten. Die Gruppe setzt mehr Attentäterinnen ein als jede andere Terrororganisation der Geschichte, auch und immer mehr – Kinder.

Die Selbstmordattentäter schlagen gewöhnlich in den frühen Morgenstunden zu. Aus Vorsicht beginnen inzwischen viele Menschen der Region ihren Tag später oder meiden bestimmte Orte gänzlich. Aus Angst wiederum, irrtümlich erschossen zu werden, hocken sich viele Frauen und Mädchen auf den Boden, bevor sie sich Kontrollpunkten nähern. So hoffen sie, Soldaten überzeugen zu können, dass sie keine Sprengstoffgürtel tragen.

Manche Frauen erzählen, dass sie sich nun ganz besonders sorgfältig waschen und ihre Kleidung rein halten – um nicht schmutzig und ausgezehrt zu wirken, wie viele Selbstmordattentäterinnen nach der Gefangenschaft in den Wäldern. Hassan, Mitglied einer lokalen Bürgerwehr, sagt, wenn er Frauen und Mädchen sehe, die sich seinem Kontrollpunkt näherten, befehle er ihnen, alles fallen zu lassen, was sie in der Hand halten. Vor einigen Monaten habe sich eine Frau geweigert, stehen zu bleiben. Er musste zuschauen, wie sie die Hand hob, auf einen Auslöser drückte und eine Bombe zündete. "Ich kriege Angst, wenn ich Frauen sehe", sagt er.

Hassans Frau ist selbst von Boko Haram entführt worden. Sechs Monate war sie in der Hand der Terroristen und musste einen der Kämpfer heiraten. Eines Tages, erzählt sie, hätten die Terroristen eine Gruppe von weiblichen Geiseln versammelt, Befehle gebrüllt und sie gezwungen, sich vor ihnen aufzustellen. Es sei wohl eine Art Gehorsamstest gewesen, sagt sie. Kurz danach habe ein Kämpfer sie hinter sich auf ein Motorrad gesetzt und sei mit ihr nach Maiduguri gerast. Unterwegs habe er ihr gesagt, dass sie für eine Selbstmordmission bestimmt sei. Doch Hassans Frau hatte Glück: Sie gerieten in ein Feuergefecht zwischen der Terrormiliz und Soldaten. In dem Chaos sei ihr die Flucht gelungen. Heute hat sie noch immer Angst vor Frauen. "Die Attentäterinnen tragen ja kein Erkennungszeichen", sagt sie. "Man kann unmöglich wissen, wer wer ist."

Viele schweigen – aus Angst, verstoßen zu werden

In Maiduguri versuchen heute all diese Mädchen, die auf Selbstmordmissionen geschickt wurden, wieder ein normales Leben als Teenager zu führen. Lackieren sich die Fingernägel, lassen sich Henna auf die Füße malen. Fast alle konnten wegen des Krieges lange nicht in die Schule gehen. Sie träumen davon, Lehrerinnen, Ärztinnen oder Rechtsanwältinnen zu werden. Wer sich mit ihnen unterhält, merkt, dass Religion weiterhin für sie wichtig ist, ja, dass der Glaube für manche sogar ein wichtiger Grund war, sich nicht in die Luft zu sprengen. Einige berichten, sie hätten sich Sorgen gemacht, dass Gott sie bestrafen würde, wenn sie den umgeschnallten Sprengstoff zündeten.

In den meisten Fällen haben die Mädchen niemandem von ihrer Mission erzählt, außer den Sicherheitskräften, die ihnen halfen. Manche Mädchen haben nicht einmal mit ihren Eltern darüber gesprochen, aus Angst, verstoßen zu werden. Denen, die trotzdem sprachen, riet man, ihre Geschichten nicht weiterzuerzählen. Man könnte sie sonst für Sympathisanten von Boko Haram halten.

Die Terroristen versuchten manchmal, die Mädchen zu täuschen. Sie sollten glauben, sie würden bei den Attentaten nicht verletzt. Maimuma erzählte man, wenn sie auf den Zündknopf drücke, löse sich die Bombe im selben Moment von ihrem Körper und flöge in die Menschenmenge. Aber sie glaubte es nicht – vor allem weil ihr die Terroristen das Haar wie für eine traditionelle Bestattung herrichteten. "Ich wusste genau, dass die Bombe mich töten würde", sagt sie.

Aber sie konnte nur wenig tun. Man schnallte ihr den Sprengstoffgürtel um und ließ sie an einer Straße aussteigen. Sie solle weitergehen, sagten sie zu ihr, dorthin, wo die Soldaten seien, sie solle sich wie eine Frau benehmen. Anziehend wirken. Und dann, wenn sie ganz nahe sei – den Knopf drücken.

Maimuma versuchte, Haltung zu bewahren und sich nichts anmerken zu lassen, bis sie außer Sichtweite ihrer Häscher war. Der Sprengstoff war schwer, und der Auslöser – ein Apparat, der wie ein kleines Funkgerät aussah – habe sich an ihrer Taille heiß angefühlt, erinnert sie sich. Sie wollte den Gürtel ablegen, aber sie hatte große Angst, den Sprengstoff aus Versehen zu zünden.

Sie fing an zu weinen. Einige Passanten sahen sie schluchzen und kamen näher. Sie sagte ihnen, Boko Haram habe eine Bombe unter ihrem Gewand festgebunden. Die Leute rannten davon. Andere Leute kamen – nur um ebenfalls zu fliehen, als sie von der Bombe erzählte. "Ich habe versucht, ihnen hinterherzurennen. Aber sie haben mir gesagt, sie würden mich umbringen, wenn ich näher käme."

"Ich habe beschlossen, es allen zu erzählen."

Nach ein paar Minuten tauchte eine Gruppe von Soldaten auf. Sie riefen ihr zu, sie solle Abstand halten und die Hände hochheben. Ein Soldat nahm ihr vorsichtig den Sprengstoff ab. Es schien eine Ewigkeit zu dauern. Sie versuchte ihre Arme über dem Kopf zu halten, aber sie wurden immer schwerer. Endlich war der Gürtel entfernt.

Anfangs verschwieg Maimuma ihrer Familie und ihren Freunden, was sie erlebt hatte. Sie machte sich Sorgen, dass sie ins Gefängnis käme, wenn man es herausfand. "Dann habe ich mir gedacht: Warum sollte man mich verhaften, weil ich gezwungen wurde, eine Bombe zu tragen?", sagt sie. "Ich habe beschlossen, es allen zu erzählen."

Auch bei Hadiza und dem zwölfjährigen Mädchen an ihrer Seite waren es schließlich Soldaten, die ihnen halfen, den Sprengstoff loszuwerden. Als sie die Männer sahen, hatten sie zunächst Angst. Was würden die Soldaten tun? Hadiza sagte dem Mädchen, es solle weiter weg an einem Baum warten, während sie den Soldaten alles erzählte. Die glaubten ihr und halfen den beiden, die Sprengstoffgürtel abzulegen. Hadiza wurde schließlich in ein Flüchtlingslager gebracht. Sie weiß noch immer nicht, wo ihre Mutter ist oder ob sie überhaupt noch lebt. Aber ein paar Wochen später tauchte ihr Vater im Camp auf. Als sie ihm erzählte, was passiert war, weinte er, entsetzt und erleichtert zugleich.

"Er würde mich niemals verstoßen", sagt sie. "Er war so glücklich, dass ich überlebt habe."

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