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Nigeria Boko Haram-Selbstmordattentäter reißt 50 Menschen in den Tod

Anschlag in Moschee in Nigeria
Ein Selbstmordattentäter riss zahlreiche Menschen während des Morgengebets in einer Moschee in Nigeria in den Tod (Symbolbild)
© Muhammed Giginyu/Picture Alliance
50 Menschen sind bei einem Selbstmordattentat in Mubi, Nigeria ums Leben gekommen. Experten und Anwohner sind sich einig: Sie vermuten die Dschihadistengruppe Boko Haram hinter dem Anschlag.

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich am Dienstag im Nordosten Nigerias in einer Moschee in die Luft. Bei dem Anschlag kamen 50 Gläubige ums Leben, die für das Morgengebet gekommen waren. Weitere Menschen wurden verletzt, teilte Polizeisprecher Othman Abubakar mit. Das Attentat in der Stadt Mubi im Bundesstaat Adamawa wurde der Dschihadistengruppe Boko Haram zugeschrieben.

"Es war ein Selbstmordattentäter, der sich unter die Gläubigen mischte", sagte Abubakar. "Als die Gebete stattfanden, zündete er seinen Sprengsatz." Die Katastrophenschutzbehörde in Adamawa und die Regionalregierung von Mubi bestätigten den Anschlag.

Anschlag passt ins Muster der Boko Haram

Ein Anwohner der Moschee, Abubakar Sule, sagte, er sei bei den Rettungsmaßnahmen dabei gewesen. 40 Menschen seien sofort tot gewesen, mehrere weitere seien mit schweren und lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Das Dach der Moschee sei durch die Explosion abgerissen worden. "Das ist eindeutig die Tat von Boko Haram", sagte er.

Zwar bekannte sich zunächst niemand zu dem Anschlag, allerdings trug die Tat die Handschrift der Extremisten. "Wir kennen alle den Trend, wir beschuldigen niemanden spezifisch, aber wir kennen diejenigen hinter solchen Anschlägen", sagte der Polizeisprecher.

Auch der Anti-Terror-Experte der Modern Security Consulting Group in Berlin, Yan St-Pierre, sagte, der Anschlag passe ins Muster früherer Anschläge von Boko Haram. Die Gruppe sei noch lange nicht auf dem Rückzug, auch wenn die Zahl der Toten durch Boko-Haram-Anschläge zuletzt zurückgegangen sei. Dem jüngsten Global Terrorism Index (GTI) zufolge ging die Zahl der Todesopfer durch die Gruppe 2016 um 80 Prozent zurück.

Mubi liegt im Bundesstaat Adamawa und ist immer wieder Ziel von Anschlägen der Dschihadistengruppe Boko Haram. Die Extremisten hatten die Stadt 2014 kurzzeitig eingenommen, bevor sie von Militär und Milizen wieder verjagt wurden.

fri AFP

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