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Tomas Erhart: Kameramann mit Hang zum Nachtleben

Bekannt wurde Tomas Erhart als international renommierter Kameramann. Doch auch mit seinen Fotografien sorgt er für Wirbel. In Hamburg ist derzeit seine Ausstellung "5pm" zu sehen.

Eigentlich verdient er sich seine Brötchen als Kameramann. Bei mehr als 60 Fernseh- und Kinospielfilmen stand er hinter der Linse, darunter "Fire, Ice & Dynamite" von Willy Bogner oder der Publikumserfolg "Manta Manta". Für seine Mitarbeit an Volker Schlöndorffs Film "Der neunte Tag" wurde er 2004 sowohl für den Deutschen als auch den Europäischen Kamerapreis nominiert.

Eindrücke aus dem Berliner Nachtleben

Doch das scheint Tomas Erhart nicht zu genügen. Nebenbei betätigt er sich als Fotograf. Seit fast fünf Jahren betreibt er das Projekt "5pm". Tomas Erhart taucht dafür intensiv in das Berliner Nachtleben ein. Er sucht e weitgehend verborgene Orte auf, an denen sich Tag und Nacht, Realität und Schein aufheben. Mit seinen Bildern will er die Atmosphäre, die Stimmungen und die Dunkelheit einfangen. Es geht um die Haut und die Struktur, das Mit- und Nebeneinander seiner Protagonisten.

Es handelt sich um Momentaufnahmen und Geschichten, nicht von außen gesehen und beobachtet, sondern intensiv erlebt. Erhart geht es hierbei nicht um Inszenierungen, sondern um die Vermittlung authentische Augenblicke. Sie erzählen wahrhaftige Geschichten von der Flüchtigkeit des Glücks, aber auch von der Verlorenheit in der langen Nacht einer großen Stadt. Seine Arbeiten provozieren, ohne jemals anzüglich oder voyeuristisch zu sein.

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