Bier gewinnt So geht’s der Biernation Deutschland

Bier gewinnt: So geht’s der Biernation Deutschland

Der 23. April ist der Tag des deutschen Bieres. Aber wie geht es eigentlich dem deutschen Bier und der Biernation Deutschland? Diese Grafiken verdeutlichen es.

Ein Glas pro Tag

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 99 Liter Bier im Jahr. Das sind 0,27 Liter pro Tag beziehungsweise ein schlecht eingeschenktes Glas in der Kneipe. Klingt gar nicht viel, oder? Allerdings muss man bedenken, dass es sich hier um einen Durchschnittswert handelt. Wenn beispielsweise Ihre Frau gar nicht trinkt, müssen Sie schon zwei Gläser pro Abend nehmen, um den Schnitt zu halten. Gehören Sie jetzt auch noch zu denen, die unter der Woche gar nicht, sondern nur am Samstag zur Flasche greifen, beträgt die Herausforderung schon fast vier Liter Bier pro Samstag. Quelle: Destatis

Bier gewinnt: Grafik: Philipp Möller
Grafik: Philipp Möller

Engagierte Ostdeutsche

Insgesamt geht der Bierdurst der Deutschen zurück - und das schon im siebten Jahr in Folge. Einzig die Ostdeutschen stemmen sich gegen den Trend. Während in allen westdeutschen Bundesländern der Bierabsatz gegenüber Mitte der Neunziger gesunken ist, ist er in allen ostdeutschen Bundesländern (mit Ausnahme von Berlin/Brandenburg) gestiegen. In Thüringen etwa stieg der Bierabsatz von 1,9 Millionen Hektolitern (1995) auf 3,5 Millionen (2013), während er in Hessen im gleichen Zeitraum von 5,9 Millionen auf 2,9 Millionen Hektoliter sank. Es gäbe da nun verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Wir nehmen mal folgende: Die wackeren Ossis springen für die trinkfaulen Wessis in die Bresche, damit das Land der Dichter und Säufer im internationalen Vergleich nicht noch weiter zurückfällt. Quelle: Deutscher Brauer-Bund/Destatis

Bier gewinnt: Grafik: Philipp Möller
Grafik: Philipp Möller

Bayern gegen den Rest

1349 Brauereien gibt es in Deutschland und damit neun mehr als im Vorjahr. Bemerkenswert ist dabei die Dominanz der Bayern. Allein 623 Brauereien stehen in Bayern (natürlich inklusive Franken), damit liegt das Bundesland mit weitem Abstand an der Spitze. Man könnte aber auch andersherum sagen: Wenn sich Restdeutschland zusammen tut, schlägt es die Bayern mit 726 zu 623. Vielleicht auch ein Modell für die nächste Bundesligasaison? Quelle: Destatis

Bier gewinnt: Grafik: Philipp Möller
Grafik: Philipp Möller

Die wichtigsten Suffsteuern

Wie wichtig ist der Biertrinker eigentlich fürs Staatssäckel? Mit ihrer Trinkerei spülen die Deutschen jährlich etwa 700 Millionen Euro an Biersteuern in die Kassen. Damit sind die Biertrinker für die öffentlichen Haushalte wichtiger als die Sektschlürfer (die Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer bringt etwa 400 Millionen Euro), aber weniger wichtig als die Schnapsfreunde (das jährliche Branntweinsteueraufkommen liegt bei etwa zwei Milliarden Euro). Die Bedeutung der Suffsteuern zusammen verschwindet aber fast gegenüber den 14 Milliarden, die die Raucher pro Jahr in die Staatskasse paffen. Quelle: Zollstatistik

Bier gewinnt: Foto: Hersteller
Foto: Hersteller

Die beliebtesten Biermarken

Die meistgetrunkene deutsche Biermarke ist Oettinger. Das Unternehmen aus der schwäbischen Kleinstadt Oettingen produzierte 2013 knapp 5,8 Millionen Hektoliter Pils, Export, Weizen, Biermixe und diverse andere Sorten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Krombacher und Bitburger. Quelle: "INSIDE Getränke-Markt-Magazin"


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