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Stinkefinger auf Weinflaschen Dieser Winzer setzt ein Zeichen - und zwar ein derbes


Ein politisches Statement auf einer Weinflasche? Das gibt es wohl eher selten. Winzer Fred Strieth tut aber genau das: auf seinen Weinflaschen prangt ein Stinkefinger.

Mit einem «Stinkefinger» auf dem Etikett will der Rheingauer Winzer Fred Strieth ein Signal gegen Intoleranz in der Gesellschaft setzen. "Fuck off Intolerance" heißt es dazu auf der Flasche des Rüdesheimer Weinbauers. Damit will er gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Schwulen-Hass vorgehen. "Für uns ist das ein Statement", sagt der 49-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die Idee dazu sei ihm Anfang des Jahres gekommen - zur Zeit der "Pegida"-Demonstrationen.

Mit Weinpulle gegen Rassismus

Für die Flaschen mit dem besonderen Etikett, das sein Sohn Nico gemeinsam mit einer Bekannten entwarf, hat Strieth einen weiß gekelterten Spätburgunder ausgesucht. Der Blanc de Noir stammt aus einer Lage in Assmannshausen, das für seinen Spätburgunder berühmt ist. Um die 700 Flaschen hat Strieth, der nur drei Hektar in Steillagen bewirtschaftet, entsprechend etikettiert. Wer Gefallen findet, muss dafür zehn Euro zahlen. Ein Teil des Erlöses soll für soziale Zwecke verwendet werden, sagt der Winzer.

dsw/DPA

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