Hirnforschung
Das Migränegehirn tickt anders – es funktioniert oft zu gut

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  • von Maria Kirady
Das Migränegehirn ist oft ungeheuer feinfühlig und perfektionistisch – bis die höllischen Kopfschmerzen einsetzen. Neurologin Dagny Holle-Lee erklärt, woran das liegt und wie sich gegensteuern lässt
"Während dieser Attacken scheint sich die linke Seite ihres Körpers aufzulösen [...] 'Es ist nichts mehr da, nur eine leere Stelle, nur ein Loch' – eine Leerstelle in ihrem Gesichtsfeld, in ihrem Körper, im Universum [...] Das 'Loch' ist für sie wie der Tod, und sie hat Angst, dass es eines Tages groß genug sein wird, um sie vollständig zu 'verschlingen'." Diese Beschreibung der Migräne-Aura einer 75-jährigen Patientin und die nachfolgenden Berichte stammen aus: Oliver Sacks, "Migräne", Rowohlt Verlag 2019. Künstler Owen Gent hat die Schilderungen für GEO illustriert
"Während dieser Attacken scheint sich die linke Seite ihres Körpers aufzulösen [...] 'Es ist nichts mehr da, nur eine leere Stelle, nur ein Loch' – eine Leerstelle in ihrem Gesichtsfeld, in ihrem Körper, im Universum [...] Das 'Loch' ist für sie wie der Tod, und sie hat Angst, dass es eines Tages groß genug sein wird, um sie vollständig zu 'verschlingen'." Diese Beschreibung der Migräne-Aura einer 75-jährigen Patientin und die nachfolgenden Berichte stammen aus: Oliver Sacks, "Migräne", Rowohlt Verlag 2019. Künstler Owen Gent hat die Schilderungen für GEO illustriert
© Owen Gent für GEO

Sie ist so alt wie die Menschheit und eines ihrer größten Rätsel. Jeder zehnte Mensch leidet unter Migräne. Kaum eine andere Krankheit fordert mehr gesunde Lebensjahre. Aber warum ist etwas derart Zerstörerisches so weit verbreitet? Dagny Holle-Lee erforscht das Migränegehirn und klärt darüber täglich auf Instagram auf. Zehntausende folgen ihr. Ein Lichtblick: Wir wissen heute mehr denn je über das Leiden, und allein in den letzten zwei Jahren kamen mehrere neue Therapeutika auf den Markt.

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