Alkoholmissbrauch 14jähriger Berliner in Klinik eingeliefert


Nach dem Alkohol-Tod eines Berliner Gymnasiasten ist erneut einSchüler wegen seines Alkoholkonsums in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Als Passanten ihn fanden, war der 14-Jährige nicht ansprechbar.

Erneut ist in Berlin ein Jugendlicher mit einer Alkoholvergiftung auf die Intensivstation eines Krankenhauses gekommen. Der 14-Jährige sei in der Nacht zu Mittwoch von Passanten an einer Straßenbahnhaltestelle entdeckt worden und sei zunächst nicht ansprechbar gewesen, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr brachte den Schüler in eine Klinik. Eigenen Angaben zufolge hatte der 14-Jährige eine Flasche Wodka getrunken. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, hieß es.

In der Hauptstadt nimmt der Alkoholmissbrauch unter Kindern nach Angaben der Fachstelle für Suchtprävention stark zu. Von 2000 bis 2005 verdoppelte sich die Zahl der 15- bis 19-Jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt wurden, auf rund 200. Auch die Jüngeren sind keine Ausnahme: Allein im Jahr 2005 mussten 74 Zehn- bis 14-Jährige wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden. 2004 waren es noch 48 Jungen und Mädchen gewesen.

Alkohol-Tod löst Debatte aus

Der Tod eines 16-jährigen Schülers Ende März hat die bundesweite Diskussion um Alkoholverbote neu entfacht. Vor allem so genannte Flatrate-Partys, bei denen die Besucher zum Pauschalpreis so viel trinken dürfen, wie sie wollen, waren in die Kritik geraten. Nach Ansicht mehrerer Politiker müssen bestehende Bestimmungen im Jugendschutz- und Gaststättengesetz streng umgesetzt werden.

DPA DPA

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