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Bundespressestrand in Berlin Occupy-Bewegung will "Ort der Empörung" schaffen

Seit Mittwochmorgen hat die Occupy-Bewegung in Berlin eine neue Anlaufstelle: Mehrere Dutzend Anhänger halten den Bundespressestrand besetzt. Auf dem Areal soll ein öffentlicher "Ort der Empörung" entstehen.

Mehrere Dutzend Anhänger der Occupy-Bewegung haben das Gelände des Bundespressestrandes in Berlin besetzt. Wie Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet, stehen seit Mittwochmorgen etwa 30 Zelte auf dem Gelände nahe des Hauptbahnhofs. Es gehe darum, einen "Ort der Empörung" zu schaffen und ein öffentliches Forum anzubieten, sagte Dominik Pasmann, der sich an der Aktion beteiligte.

Johanna Ismayr, Betreiberin der bisherigen Strandbar, erklärte dem Sender, sie werde bis auf weiteres nicht gegen die Besetzung vorgehen, da der Strand ohnehin geschlossen sei und die Auflösung vorbereitet werde. Die Aktivisten hätten sie zuvor gebeten, die Aktion als Form des demokratischen Widerstands zu dulden.

Der Bundespressestrand war neun Sommer lang eine Touristenattraktion und Treffpunkt im Regierungsviertel. Die Strandbar musste vor kurzem schließen, weil der Bund am Berliner Spreeufer Büros baut. Am 30. November wird das Mobiliar versteigert.

jwi/DPA DPA

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