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Neues Statik-Gutachten Einsturzgefahr am BER-Flughafen?


Die Statik in einigen Teilen des neuen BER-Flughafen soll nicht vollständig sicher sein, das ergab jetzt ein aktuelles Gutachten. Die Berliner Flughafengesellschaft reagiert – und sperrt weite Bereiche des neuen Terminals. 

Es ist die nächste von zahllosen schweren Pannen, die den Bau des geplanten Hauptstadt-Flughafens überschatten. Laut Informationen der "Bild am Sonntag" hat ein neues Gutachten zur Sperrung weiter Teile des neuen Terminals geführt. Der "Lastvergleich zwischen für die TGA-Bühnen der Rauchgasventilatoren in der Genehmigungs- und Ausführungsplanung angenommenen Lasten und den tatsächlichen Lasten zeigt gravierende Überschreitungen der Lastannahmen", heißt es in dem brisanten Schriftstück der Tragwerksprüfer Schlaich, Bergermann und Partner.

Konkret ist da die Rede von Ventilatoren-Plattformen, die mehr als 4000 statt der genehmigten 2000 Kilogramm wiegen. Es gäbe "keinen statischen Nachweis", so die Prüfer. Als Reaktion darauf ordnete die Flughafen-Gesellschaft am Freitag eine umgehende Sperrung des Gefahrenbereichs, der sich über vier Etagen erstreckt, am Wochenende wurde das verschlossene Areal sogar noch ausgeweitet. "Insbesondere der Marktplatz ist zu verschließen und verstärkt zu bewachen", heißt es in der entsprechenden Sicherheitsanweisung. "Eine Vorsichtsmaßnahme", so Flughafen-Sprecher Ralf Kunkel gegenüber "Bild am Sonntag". Am Montag sollen weitere Schritte beraten werden.

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