Oper
Peter Theiler wird Übergangs-Intendant an Essener Oper

Peter Theiler übernimmt 2027 als Übergangs-Intendant für ein Jahr die Essener Oper Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Peter Theiler übernimmt 2027 als Übergangs-Intendant für ein Jahr die Essener Oper Foto
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Eigentlich war der Schweizer 2024 in den Ruhestand gegangen - nach seine Intendanz an der Semperoper. Doch nun will Theiler bald für einige Zeit von der Elbe an die Ruhr pendeln.

Der frühere Semperoper-Intendant Peter Theiler (69) übernimmt im Sommer nächsten Jahres die Intendanz der Essener Oper und des Orchesters - übergangsweise für ein Jahr. Das teilte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen mit. 

Theiler starte bereits im kommenden Monat in beratender Funktion und werde für das Haus eine "Brücke in die Zukunft bauen". Der erfahrene Opernmann werde auch bei der Suche nach einer dauerhaften Intendanz nach seiner Übergangsspielzeit 2027/28 helfen. 

Der Opernprofi war seit seinem Abschied von der Semperoper 2024 im Ruhestand. Sein Hauptwohnsitz bleibe Dresden, sagte der 69-Jährige. Er suche aber in Essen eine Zweitwohnung. Für den Übergang werde er neben Eigenproduktionen auch erfolgreiche Repertoirestücke aus anderen Häusern übernehmen. "Das Haus braucht ein paar gute Namen, die Aufmerksamkeit ziehen", sagte Theiler. 

Fahrholz scheidet aus - Auslastung nur etwa 63 Prozent

Die bisherige Intendantin Merle Fahrholz scheidet im Essener Aalto-Musiktheater und bei den Essener Philharmonikern mit dem Spielzeitende im Sommer 2027 aus. Die promovierte Musikwissenschaftlerin hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich nicht um eine Verlängerung ihres Fünf-Jahres-Vertrages zu bemühen. 

 

Ihr Konzept unter anderem mit zeitgenössischen und eher selten gespielten Opernwerken war beim Publikum nur teilweise angekommen. Die Auslastung der Oper galt mit etwa 63 Prozent (2024/25) als deutlich steigerungsfähig. Bei manchen Inszenierungen spielten die Musiker vor spärlich besetztem Publikum.

Neuer Glanz durch Theiler?

Die Personalie könnte dem Aalto-Theater neuen Glanz bringen: Theiler, geboren in Basel, blickt auf viele Intendantenjahre und ein entsprechend gefülltes Adress- und Telefonbuch zurück. "Ich habe heute schon angefangen, rumzutelefonieren", sagte er.

Er war 2001 bis 2008 Generalintendant des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier, danach bis 2018 Staatsintendant und Operndirektor des Staatstheaters Nürnberg und schließlich sechs Jahre an der Semperoper.

dpa