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Massenpanik Travis Scott wollte Beerdigung von neunjährigem Astroworld-Opfer bezahlen – Familie lehnt ab

Travis Scott
Gegen Rapper Travis Scott gibt es nach einer Massenpanik bei einem seiner Konzerte schwere Vorwürfe
© Suzanne Cordeiro / AFP
Nach der Massenpanik bei seinem Konzert auf dem Astroworld-Festival hat Travis Scott angeboten, die Beerdigung eines neunjährigen Todesopfers zu bezahlen. Die Familie lehnt das allerdings ab.

Zehn Menschen sind infolge der Massenpanik bei einem Konzert des Rappers Travis Scott auf dem Astroworld-Festival Anfang November gestorben. Acht von ihnen starben direkt während oder kurz nach der Katastrophe auf dem Musikfestival in Houston. Zwei weitere erlagen später ihren Verletzungen. Außerdem wurden hunderte Menschen in dem Gedränge verletzt.

Das jüngste Opfer der Massenpanik war der neunjährige Ezra Blount. Er hatte schwere Verletzungen erlitten, als er von der Menge niedergetrampelt wurde und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Wenige Tage später starb er. Über seine Anwälte hatte Scott der Familie in einem Brief angeboten, die Kosten für die Beerdigung des Jungen zu übernehmen, berichtet "USA Today". Die Familie lehnte das Angebot allerdings noch am gleichen Tag ab.

750-Millionen-Dollar-Klage gegen Travis Scott und andere Beteiligte

"Der Verlust eines Kindes ist wie ein Wasserhahn, der nicht abgedreht werden kann", zitiert das US-Portal aus der Antwort des Anwalts der Familie. "Ich habe keinen Zweifel, dass Mr. Scott Reue empfindet. Sein weiterer Weg wird schmerzhaft sein. Er muss sich stellen und wird hoffentlich sehen, dass er einen Teil der Verantwortung für diese Tragödie trägt."

Massenpanik: Travis Scott wollte Beerdigung von neunjährigem Astroworld-Opfer bezahlen – Familie lehnt ab

Ezra Blount und sein Vater hatten das Konzert gemeinsam besucht, verloren sich aber in der Menge. "Die Menge begann, sich vor der Bühne zusammenzudrängen, was eine Panik auslöste und zu Verletzungen führte", beschrieb Houstons Feuerwehrchef Samuel Peña bei einer Pressekonferenz das Unglück. Die Familien der Opfer und ihre Vertreter machen die Organisatoren für Sicherheitsmängel bei der Veranstaltung verantwortlich. Auch Travis Scott werfen sie vor, seine Fans zu aggressivem Verhalten angestachelt zu haben.

125 Personen, die bei dem Unglück verletzt wurden, sowie Angehörige eines der Todesopfer, haben eine Sammelklage gegen Scott, den Rapper Drake, der mit ihm auf der Bühne stand, die Veranstalter Apple und Live Nation sowie weitere Verantwortliche des Astroworld-Festivals eingereicht. Dabei soll es nach Angaben des Portals "TMZ" um 750 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 660 Millionen Euro, gehen. 

Quellen: "USA Today" / "TMZ"

epp

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