Drogenabhängige Crack, Elend und Nachbarschaft – drei Tage und drei Nächte im Frankfurter Bahnhofsviertel

Ein Mann raucht Crack
Eine Pfeife Crack. Der Kick ist kurz, die Abhängigkeit stark. Crack, das ist Kokain, gekocht mit Natron, heraus kommt eine Art Kristall, "Stein" genannt. Es ist hundertmal stärker als Koka. Auf der Straße heißt es: hundertmal geiler. Crack, sagt die Polizei, das ist die "Leitdroge" im Bahnhofsviertel. Und Frankfurt, ist die Crack-Hauptstadt Deutschlands
© Ben Kilb /stern
Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist ein Ort des Elends und der Verzweiflung. Hier gibt es die größte Crack-Szene Deutschlands – und viele engagierte Bürger. Drei Tage und drei Nächte im Bahnhofsviertel.

Hören Sie sich diese Geschichte hier an: 

Vor der Kneipe "Moseleck", an einem Biertisch, der wacklig ist wie manches Leben hier, sitzt Yvonne und lacht, bevor sie weint. Drei Tage hat sie nicht geschlafen, drei Stunden kein Crack geraucht, fünf Stunden nichts getrunken. Hier bekommt sie den Tequila manchmal umsonst, ihre Hände zittern, Zitrone, Salz, der erste Schluck: Sie verzieht das Gesicht, springt auf, schüttelt sich. Sie hasst den Geschmack. "Aber der hat 40 Prozent", sagt sie. "Jägermeister nur 35. Man muss ja ein bisschen rechnen."

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