"Love-Scamming" Liebesbetrüger erbeutet mehr als 66.000 Euro

Die Polizei warnt regelmäßig vor dem sogenannten Love-Scamming. (Symbolfoto) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Polizei warnt regelmäßig vor dem sogenannten Love-Scamming. (Symbolfoto) Foto
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Nach einem Konzertbesuch wird eine 66-Jährige Opfer eines Liebesbetrugs. Wie der angebliche Musiker ihr Vertrauen gewann – und warum erst spät alles aufflog.

Mit falschen Liebesversprechungen hat ein Betrüger eine Frau aus dem Bodenseekreis um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Die 66-Jährige aus dem Raum Uhldingen-Mühlhofen nahm nach Angaben der Polizei nach einem Konzertbesuch vor einigen Wochen über eine Social-Media-Plattform Kontakt zu einem angeblichen Musiker auf. 

Es entwickelte sich demnach ein reger Schreibverkehr zwischen der Frau und dem Betrüger, der sein Opfer vermutlich geschickt um den Finger gewickelt habe. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen habe die 66-Jährige mehr als 66.000 Euro an den Betrüger überwiesen. 

Erst in den vergangenen Tagen sei der Frau der Schwindel aufgegangen und sie habe sich zur Anzeige bei der Polizei entschieden.

Die Polizei warnt regelmäßig vor dem sogenannten Love-Scamming. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet in etwa Betrug mit vorgetäuschter Liebe. Betrüger bauen unter falscher Identität eine virtuelle Beziehung zu ihren Opfern auf. Dann konstruieren sie häufig Notlagen und fordern Geld.

dpa