Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat sich 2025 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut geschlagen. Vorstandsvorsitzende Dominik von Achten sagte, die konsequente Ausrichtung auf striktes Kostenmanagement habe maßgeblich zu dem hervorragenden Ergebnis beigetragen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nahm um sechs Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich entfiel 2025 auf die Aktionäre ein Gewinn von gut 1,9 Milliarden Euro nach knapp 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr.
Heidelberg Materials ist eines der größten Baustoffunternehmen der Welt. Zuletzt beschäftigte der Konzern rund 50.000 Mitarbeiter.
Achten sagte, wenngleich der Bausektor in manchen Regionen noch von Schwankungen geprägt sei, setze sich die Stabilisierung in den Kernmärkten fort. Daher rechne das Management im laufenden Jahr erneut mit einem Ergebniswachstum.
Senkung der CO2-Emissionen bei Zementproduktion
Der Aktienkurs geriet dennoch unter Druck und fiel unter 200 Euro. Die vorherige Kursrally bis auf ein Rekordhoch von fast 242 Euro im Januar hatte schon jüngst einen Dämpfer bekommen durch Berichte über ein mögliches Aufweichen der EU-Pläne für Klimaschutzmaßnahmen. Der Konzern galt bisher als Profiteur davon, da er eine branchenführende Position bei der Dekarbonisierung und Abscheidung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess innehat. Anleger hatten daher bislang Kostenvorteile für den deutschen Zementhersteller gesehen, sobald die Ausgabe kostenloser Zertifikate gestoppt wird.
2025 kletterte der Umsatz trotz teilweise rückläufiger Absatzmengen im Jahresvergleich um gut ein Prozent auf knapp 21,5 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Während der Konzern in der Region Afrika-Mittelmeer-Westasien deutlich mehr umsetzte, gingen die Erlöse in Asien-Pazifik zurück. In Europa und in der Region Nordamerika konnte Heidelberg Materials etwas mehr umsetzen.
Eines der größten Baustoffunternehmen der Welt
Heidelberg Materials will bis Ende 2026 unter anderem mit einer geringeren Klinkerproduktion, Verbesserung der Produktion und Personalabbau eine halbe Milliarde Euro jährlich einsparen. Für 2026 peilt das Unternehmen ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 3,4 Milliarden bis 3,75 Milliarden Euro an, und damit mindestens den Vorjahreswert.
Heidelberg Materials hat inzwischen wegen des deutlichen Absatzrückgangs bei Zement in Europa sowie aufgrund der verstärkten Ausrichtung des Zementportfolios hin zu CO2-reduzierten Produkten seine Herstellung in mehreren Werken angepasst. So wurde vor einiger Zeit im Zementwerk Hannover und im nordspanischen Werk Añorga jeweils die Klinkerproduktion eingestellt. Die französischen Werke in Beffes und Villiers-au-Bouin wurden Ende November geschlossen. Das Unternehmen setzt weiter auf den nordamerikanischen Markt, wo es weiter zukauft.
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