Winter
Wissenswertes zum Riesenschneemann "Jakob"

So lächelte Schneemann "Jakob" im Jahr 2023. (Archivbild) Foto: Daniel Vogl/dpa
So lächelte Schneemann "Jakob" im Jahr 2023. (Archivbild) Foto
© Daniel Vogl/dpa
Ein freundlich lächelnder Schneemann im XXL-Format - dafür ist die Gemeinde Bischofsgrün im Fichtelgebirge berühmt. Doch Achtung, es gibt inzwischen Konkurrenz!

Schnee ist in diesem Jahr genug vorhanden - und so wird in Bischofsgrün im Fichtelgebirge heute (Freitag) einmal mehr kurz vor Fasching ein riesiger Schneemann gebaut. "Jakob", so heißt die Schneefigur offiziell, lockt jedes Jahr zahlreiche Touristen und Ausflügler in den Ort.

Seit wann wird der riesige Schneemann gebaut?

1986 entstand in Bischofsgrün (Landkreis Bayreuth) die Idee, am Marktplatz einen riesigen Schneemann zu errichten. Ein Team aus freiwilligen Helfern steht deshalb jedes Jahr bereit mit Schaufeln und einem Teleskoplader. Nach einigen Stunden Arbeit lächelt "Jakob" mit roten Wangen, bunter Fliege und blauem Zylinder herab auf die Schaulustigen. Ausgefallen ist die Aktion lediglich im Corona-Jahr 2021. 

Und was passiert bei Schneemangel?

Bislang ist den Bischofsgrüner Schneemannbauern immer etwas eingefallen. So haben sie schon von den Gipfeln des Ochsenkopfs und des Schneebergs den Schnee ankarren lassen, um dem Schneemangel zu trotzen. 2024 jedoch war weit und breit keine Schneeflocke zu finden, zu mild fiel der Winter aus. Doch den Schneemannbau abzusagen, kam für die Bischofsgrüner gar nicht infrage - sie behalfen sich mit Heuballen, die mit weißer Folie umwickelt waren. Ein Landwirt stellte 30 Ballen zur Verfügung, aus denen ein acht Meter hoher Schneemann gebaut wurde. 

Es regnete in den vergangenen Tagen - reicht der Schnee diesmal?

Ja, sagt Wilhelm Zapf von der Tourist-Info Bischofsgrün: "Dieses Jahr ist genug Naturschnee da." Der Regen der vergangenen Tage sei zwar nicht schön, "aber der Schnee reicht". Zudem werde in den kommenden Tagen Neuschnee vorhergesagt und dürfte noch einmal für Winterstimmung sorgen rund um den Schneemann. Damit "Jakob" nicht eingeschneit wird, kämen Besen zum Einsatz, um ihn wieder freizufegen.

Wie groß wird "Jakob"?

Diese Frage müssen die Schneemannbauer zunächst offenlassen. Das hängt immer davon ab, wie viel Schnee zur Verfügung steht und wie das Baumaterial beschaffen ist. In guten Jahren wird "Jakob" durchaus mehr als zwölf Meter groß. 

Gibt es inzwischen Konkurrenz?

Ja, die gibt es durchaus. Im Harz beispielsweise haben Betreiber eines Campingplatzes im Jauar einen 11,50 Meter hohen Riesenschneemannn gebaut - aus immerhin etwa 300 Kubikmetern Schnee und mit selbst gehäkeltem Schal. Berufen haben sie sich dabei auf den XXL-Schneemann aus Bischofsgrün. Deshalb spricht Wilhelm Zapf auch nicht von Konkurrenz. "Das ist eher eine Bestätigung für unsere Idee, und wir finden, das ist eine schöne Geschichte." Im benachbarten Landkreis Hof haben Freiwillige zudem eine große Schneefrau gebaut.

dpa