2. Bundesliga
Kauermann gewinnt Wahl zum Chef des Hertha-Aufsichtsrats

Tim Kauermann ist neuer Chef des Hertha-Aufsichtsrates. Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch/dpa
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Tim Kauermann wird neuer Chef des Hertha-Aufsichtsrats. Mit deutlicher Mehrheit setzt er sich gegen Amtsinhaber Klein durch. Das Kontrollgremium des Zweitligisten steht vor einem Neuanfang.

Wahlüberraschung bei Hertha BSC: Tim Kauermann ist neuer Aufsichtsratschef des Fußball-Zweitligisten. Der 41-Jährige setzte sich in der Abstimmung bei der Mitgliederversammlung mit klarer Mehrheit gegen Amtsinhaber Torsten-Jörn Klein durch. Kauermann bekam 733 Stimmen und damit 69,15 Prozent im ersten Wahlgang. 

Auf Klein, der dem Aufsichtsrat seit 22 Jahren angehörte und ihn seit sechs Jahren anführte, entfielen nur 216 Stimmen (20,38 Prozent). Als dritter Kandidat blieb Andreas Kurth (82 Stimmen/7,74 Prozent) abgeschlagen. 

Auch bei der Wahl des Stellvertreters hatte der Amtsinhaber keine Chance. Scott Körber (21,6 Prozent) musste sich Niklas Rotter (56,8 Prozent) geschlagen. Komplettiert wird der Aufsichtsrat von Ex-Profi Andreas Schmidt, der als einziger Amtsinhaber wiedergewählt wurde sowie Rebecca Zenner als neuem Mitglied im nun vierköpfigen Gremium. 

Kauermann punktet mit Wahlrede

Das Wahl-Ergebnis hatte sich in der Befragung durch die Mitglieder im City Cube abgezeichnet. Kauermann hatte sich als Kandidat des Wandels präsentiert, Klein sich vielen kritischen Fragen über seine bisherige Amtsführung auch in der Zeit von Ex-Investor Lars Windhorst stellen müssen. 

Kauermann hat auch eine persönliche Hertha-Historie. Vom Sommer 2022 gehörte er gut ein Jahr zum Präsidium um den im Januar 2024 gestorbenen Club-Chef Kay Bernstein. Später war er für vier Monate Leiter Sanierung in der Hertha-Geschäftsstelle, gab den Posten dann aber wieder ab. 

Erstmals Direktwahl

Erstmals wurde der Aufsichtsratschef direkt von den Vereinsmitgliedern gewählt. Bislang bestimmte das Gremium intern seinen Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat kontrolliert das Präsidium des Fußball-Zweitligisten und muss der Ernennung der Geschäftsführer zustimmen.

dpa