Die Basketballer von Alba Berlin gehen mit einem deutlich positiveren Gefühl in die Playoffs als in der letzten Saison. Mit dem 83:56-Heimsieg gegen Science City Jena sicherte sich der Hauptstadtclub den zweiten Platz in der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga. Im Vorjahr hatten sich die Berliner erst mühsam über die Play-Ins qualifizieren müssen. "Natürlich fühlt sich das viel besser an. Wir haben dieses Jahr eine deutlich bessere Chemie im Team und deutlich mehr Selbstbewusstsein", sagte Spielmacher Martin Hermannsson.
Und musste letztes Jahr der feststehende Viertelfinalgegner auf Alba warten, ist es in dieser Saison genau andersherum. Denn Berlins Gegner für das erste Playoff-Spiel wird erst am Dienstag zwischen Rasta Vechta und den Gladiators Trier ermittelt. Für Sportdirektor Himar Ojeda wären beide Gegner schwierige Aufgaben. Aber besonders vor Vechta ist der Respekt groß. "Sie haben einen unglaublichen Lauf. Und jetzt geht es wieder bei null los", sagte er.
Alba hochzufrieden mit Platz zwei
Mit dem zweiten Platz hat Alba aber zumindest in der Best-of-Five-Serie sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale in einem möglichen Entscheidungsspiel Heimrecht. Zudem beginnen sie die Serie mit zwei Heimpartien. Für das junge und neu formierte Team aus Berlin ist das schon ein großer Erfolg. "Das hat vor der Saison niemand von uns erwartet. Darauf können wir stolz sein", sagte deshalb Spielmacher Martin Hermannsson.
Hinter dem weit enteilten Tabellenführer FC Bayern München ist Alba zudem der Beste vom Rest der Liga. Für Nationalspieler Malte Delow haben sie damit tabellarisch das Maximum herausgeholt. "Wir gehen mit der bestmöglichen Ausgangssituation in die Playoffs. Und ich glaube, das war in dieser Saison der zweite Platz", sagte der 25-Jährige, der gegen Jena sein 400. Profispiel im Alba-Trikot absolvierte.