Ein wenig Ratlosigkeit herrschte bei Alba Berlin nach der Auftaktpleite in den Playoffs der Basketball-Bundesliga. Bei der 89:103-Heimniederlage am Sonntagabend gegen Rasta Vechta fand Alba in keiner Phase den nötigen Playoff-Modus. "Ich hatte das Gefühl, wir waren immer einen Schritt zu spät. Ich bin ein wenig enttäuscht, wie wir damit umgegangen sind", sagte Spielmacher Martin Hermannsson. Und Kapitän Jonas Mattisseck ergänzte: "Wir waren nicht bereit für diese Intensität."
Warum diese Bereitschaft fehlte, konnte einer genau erklären. Eine Mischung aus Unerfahrenheit und Verletzungssorgen in der Woche zuvor können sicherlich nur teilweise als Erklärung herhalten. Mattisseck fordert deshalb ein schnelles mentales Umschalten "Das kann man innerhalb von zwei Minuten drehen. Dich mehr reinwerfen und auf jeden Ball werfen. Da brauchst du keine 48 Stunden für", sagte er.
Schwarze Serie für Alba-Trainer Calles
Denn schon am Dienstag geht es mit Spiel zwei an selbe Ort (18.30 Uhr/Dyn) weiter. Und da die Berliner in der Best-of-Five-Serie nun 0:1 zurückliegen, stehen sie schon unter Druck. Masttisseck ist aber optimistisch. "Wir wissen, dass wir mit einem anderen Gesicht auftreten werden", kündigte er an. Fehlen wird dann aber erneut Nationalspieler Malte Delow. Der Nationalspieler hatte sich im Training eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. "Ich denke nicht, dass es realistisch", sagte Sportdirektor Himar Ojeda.
Für Alba wird es im zweiten Duell vor allem darum gehen, Vechtas Offensive zu stoppen. Im ersten Spiel fand die Berliner Defensive keine Lösungen. "Sie hatten viele Antworten auf die Dinge, die wir gemacht haben", sagte Hermannsson. Zeitweise wirkte Alba fast hilflos. Auch die Auszeiten von Trainer Pedro Calles verpufften wirkungslos. Und damit geht auch für den Spanier seine schwarze Serie weiter. Denn für ihn war es nun schon die 16. Playoff-Niederlage in der Bundesliga in Serie – die vierte mit Alba.