Cheftrainer Serge Aubin fand nach dem 1:5 der Eisbären Berlin im zweiten Halbfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie klare Worte. "Wir haben aufgehört zu spielen", sagte der Kanadier am Freitagabend bei Magentasport mit Blick auf den Leistungseinbruch seines Teams im zweiten Drittel. "Wir haben den Fuß etwas vom Gaspedal genommen, und die Kölner haben das ausgenutzt."
In den ersten zwanzig Minuten hatte es tatsächlich nicht nach einer deutlichen Niederlage des deutschen Meisters ausgesehen. Die Berliner boten eine hoch konzentrierte Vorstellung und gingen durch den Treffer von Yannick Veilleux mit einer 1:0-Führung in die erste Pause. "Ich finde, im ersten Drittel waren wir wirklich gut", sagte Aubin. "Wir haben viele Chancen kreiert und sehr wenig zugelassen."
"Köln war diesmal das bessere Team"
Umso ernüchternder war der zweite Spielabschnitt, in dem die Berliner nicht mehr konsequent genug in die Zweikämpfe gingen, dem Gegner die Initiative überließen und vier Gegentore kassierten. "Wir haben nicht mehr das getan, was wir tun müssen", räumte der Trainer ein. "Wir hatten ein gutes und zwei schlechte Drittel. Letztlich war Köln diesmal das bessere Team. Daraus müssen wir jetzt lernen."
Nachdem die Eisbären das Auftaktspiel mit 6:3 gewonnen hatten, steht es nun 1:1 in der Best-of-seven-Serie. Weiter geht es am Sonntag in der Arena am Ostbahnhof (14.00 Uhr, live bei Magentasport). Wer dann im Tor der Berliner beginnen wird, ließ Aubin offen. Am Freitag hatte er Jonas Stettmer nach dem vierten Gegentreffer vom Eis genommen und durch Jake Hildebrand ersetzt, der sein Comeback nach langer Verletzungspause gab.