Nach Meinung von Trainer Nicolej Krickau von den Füchsen Berlin ist die deutsche Handball-Meisterschaft schon vor dem Topspiel gegen den SC Magdeburg so gut wie entschieden. "Wir sind vielleicht die letzte Mannschaft mit einer kleinen, kleinen Chance. Gewinnen wir das Spiel, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit um ein, zwei Prozent", sagte der Däne in einer Medienrunde vor dem Spitzenspiel am Samstag (16.05 Uhr) beim SCM.
Mit nur einer Niederlage und zwei Unentschieden stehen die Magdeburger von Trainer Bennet Wiegert mit 46:4 Punkten an der Tabellenspitze. Die Füchse (40:10 Punkte) um Welthandballer Mathias Gidsel sind in der Verfolgerposition und kämpfen im Fernduell mit Flensburg, Kiel und Gummersbach auch um wichtige Punkte für die Champions League.
Krickau: "War in jedem Bereich merkwürdig"
Eine Berliner Titelverteidigung in der Liga bezeichnete Krickau angesichts der bereits fünf Niederlagen zwar als "unrealistisch", stellte aber auch klar: "Wir können Magdeburg schlagen, auch in Magdeburg".
Das chaotische Hinspiel im September war das erste Spiel des 39-Jährigen als Trainer der Füchse - und die erste Partie nach dem Doppel-Rauswurf von Vorgänger Jaron Siewert und Ex-Sportvorstand Stefan Kretzschmar. "Das war in jedem Bereich sehr merkwürdig. Jetzt kommt mein erstes richtiges Ost-Derby", befand Krickau.
Kretzschmar tippt auch Füchse-Sieg
Magdeburg ist Favorit, schwächelt aber seit der EM-Pause. "Dieser Nimbus der Unbesiegbarkeit aus der Hinrunde, der ist nach drei Niederlagen und einem Unentschieden bisschen angeknackst", sagte Handball-Ikone Stefan Kretzschmar mit Blick auf Magdeburgs Rückschläge in der Champions League und Bundesliga bei Dyn. "Ich glaube, dass die Füchse in Magdeburg gewinnen", mutmaßte Kretzschmar weiter.