Trotz einer bislang enttäuschenden Saison hat Herthas Geschäftsführer Peter Görlich Trainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber auch für die nächste Saison eine Jobgarantie gegeben. "Ja. Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut", antwortete Görlich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf die Frage, ob Leitl kommende Spielzeit Trainer bleiben wird. Auf die Nachfrage, ob auch Weber an Bord bleibe, erklärte der 59-Jährige: "Auch hier, ja."
Leitl steht seit Februar 2025 an der Seitenlinie des Berliner Zweitligisten. Weber ist schon zwei Jahre länger beim Hauptstadt-Club.
Görlich: keine Trainingsbedingungen auf Bundesligastandard
Görlich betonte außerdem, dass Hertha "die größte Transformation im Fußball" bevorstehe. "Dass wir eine grundsätzlich andere Kaderzusammensetzung haben werden. Wir werden die Kadergröße reduzieren und die Ausgabenstruktur anpassen", kündigte Görlich an.
Görlich ist seit September 2025 Geschäftsführer der Berliner. "Als ich hierherkam, herrschte gefühlt eine große Depression. Das hat sich gebessert, aber wir müssen uns inhaltlich transformieren", forderte Görlich und kritisierte zudem: "Wir sind ein hoch verschuldeter Club. Wir sind ein Club mit mangelhafter Infrastruktur. Das beginnt beim Trainingsplatz und hört bei den Räumlichkeiten auf. Wir haben keine Trainingsbedingungen auf Bundesligastandard".
Fünf Spieltage vor Saisonende liegt der Fußball-Zweitligist sechs Punkte hinter Relegationsplatz drei. Die Aufstiegsmission ist so gut wie gescheitert.