Pokal-Final4
Füchse Berlin vor Pokal-Endrunde: "Wollen bessere Bilanz"

Welthandballer Mathias Gidsel sieht Magdeburg als Favoriten in Köln (Archivbild) Foto: Andreas Gora/dpa
Welthandballer Mathias Gidsel sieht Magdeburg als Favoriten in Köln (Archivbild) Foto
© Andreas Gora/dpa
Die Handballer der Füchse Berlin konnten erst einmal den Pokal gewinnen. Der deutsche Meister sieht sich deshalb nicht in der Favoritenrolle. Nicht einmal im Halbfinale gegen Lemgo.

Nach der deutschen Meisterschaft in der letzten Spielzeit und dem Supercup zum Saisonstart greifen die Füchse Berlin am Wochenende beim Pokal-Final4 in Köln nach dem nächsten Titel. "Für uns alle ist das ein Traum. Dementsprechend sind wir da alle schon sehr heiß drauf", sagte Nationalspieler Nils Lichtlein. Die Berliner treffen im Halbfinale auf den TBV Lemgo Lippe (15.45 Uhr/Dyn, ARD). Die andere Partie bestreitet der SC Magdeburg und der Außenseiter vom Bergischen HC.

Füchse sehen sich nicht in der Favoritenrolle

Die Füchse sehen sich in Köln aber nicht als Favorit. "Wenn du im Handball etwas gewinnen willst, musst du Magdeburg schlagen. Sie sind einen Schritt vor allen anderen und sie sind der große Favorit", sagte Welthandballer Mathias Gidsel. Die Zurückhaltung liegt möglicherweise auch an der Pokalhistorie der Berliner, die bisher wenig berauschend ist. Erst dreimal erreichten sie das Final4. Beim ersten Mal 2014 holten sie zwar gleich den Titel – es blieb aber der bisher einzige Pokalsieg. 2019 und 2023 war schon im Halbfinale Schluss. "Grundsätzlich wollen wir natürlich eine bessere Bilanz", sagte deshalb Trainer Nicolej Krickau.

Umso wichtiger sei es deshalb auch, wieder dabei zu sein. "Auch für unser Selbstbild. Wir wollen ein stabiler Spitzenverein sein. Das bedeutet nicht, dass du am Ende immer gewinnen musst, aber du musst immer dabei sein. Und das häufiger als in den letzten Jahren", sagte Gidsel. Zudem hat bis auf den aktuell verletzten Fabian Wiede noch kein Spieler den Pokal gewinnen können.

Großer Respekt vor Lemgo

Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Zumal Halbfinalgegner Lemgo in den letzten Jahren deutlich besser im Pokal abschnitt. 2020 holten die Ostwestfalen sogar den Titel. "Lemgo ist eine Mannschaft, die für den Moment spielt. Und die in einem Moment sowohl Magdeburg, als auch uns, schlagen kann", sagte deshalb Geschäftsführer Bob Hanning. Der 58-Jährige hat großen Respekt vor Lemgo. "Ein Riesenkompliment an Florian Kehrmann, was er aus dieser Mannschaft gemacht hat", sagte er.

Das mussten die Füchse erst letzten Sonntag erfahren. Erst in letzter Sekunde feierten die Berliner in Lemgo einen 34:33-Zittersieg. Und es hätte auch anders ausgehen können. Krickau sieht deshalb die Chancen bei 50:50. "Das wird schon ein Endspiel. Deshalb liegt unser Fokus eigentlich nur auf Samstag", sagte der Däne. Und Hanning erwartet den Gegner noch stärker als im Ligaduell. "Denn es werden bei Lemgo ganz viele Dinge passieren, die da noch nicht passiert sind", warnte er.

dpa

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