Hetze gegen Hautfarbe
Bewohnerin sperrt Handwerker in Berlin ein

Der Staatsschutz der Berliner Polizei ermittelt, nachdem eine Frau einen Handwerker eingesperrt hat. (Symbolbild) Foto: Soeren S
Der Staatsschutz der Berliner Polizei ermittelt, nachdem eine Frau einen Handwerker eingesperrt hat. (Symbolbild) Foto
© Soeren Stache/dpa

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Mit rassistischen Beleidigungen beschimpft eine Frau in Berlin-Charlottenburg einen Handwerker – und das ist noch nicht alles. Selbst sein Chef muss einschreiten.

Eine Frau hat in Berlin-Charlottenburg einen Handwerker mit schwarzer Hautfarbe nach Polizeiangaben nicht nur rassistisch beleidigt, sondern ihn auch eingeschlossen. Die 63 Jahre alte Deutsche habe sich dem 28-Jährigen guineischer Abstammung gegenüber bei einem Reparaturtermin am Donnerstag immer aggressiver benommen, teilte die Polizei heute mit. Der Handwerker habe daraufhin die Arbeit abgebrochen und gehen wollen.

Bewohnerin ließ Handwerker nicht gehen

Doch daran hinderte die Frau ihn: Sie habe die Wohnungstür verschlossen und den Mann mit einem Reizstoffsprühgerät – das ist Reizgas oder Pfefferspray – bedroht. Der Handwerker telefonierte laut Polizei mit seinem Chef, der der Frau per Lautsprecher ankündigte, die Polizei zu rufen. Erst dann ließ die Bewohnerin den 28-Jährigen gehen.

Als die Beamten eintrafen, habe die 63-Jährige gegen den Handwerker und seine Hautfarbe gehetzt, berichtete die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Die Frau muss sich wegen des Verdachts der verhetzenden Beleidigung, der Freiheitsberaubung und der Bedrohung mit Waffen verantworten.

dpa