Iran-Krieg
Schah-Sohn Pahlavi: Europa hat eine sehr wichtige Rolle

Reza Pahlavi, der Sohn des Iranischen Schah, besucht Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Europa mehr Entschlossenheit im Umgang mit dem Iran – und warnt davor, den bisherigen Kurs wieder aufzunehmen. Dabei kritisiert er auch Deutschland.

Der iranische Oppositionspolitiker und Schah-Sohn Reza Pahlavi hat Deutschland und die europäischen Regierungen zu mehr Engagement für einen grundsätzlichen Wandel im Iran aufgerufen. Zugleich warnte er davor, eine Beschwichtigungspolitik ("appeasement") gegenüber dem Herrschaftssystem im Iran fortzuführen. "Meiner Ansicht nach hat Europa eine wichtige, sehr wichtige Rolle. Ich denke aber, Europa untergräbt selbst, was es tun könnte", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der im US-Exil lebende Schah-Sohn hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht. Innerhalb der iranischen Opposition bleibt seine Personalie jedoch hochumstritten.

"Ich erwarte von westlichen Regierungen, die deutsche Regierung eingeschlossen, die Herangehensweise in mehr als vier Jahrzehnten zu beenden. Das war ein Versuch der Beschwichtigung in Erwartung von Verhaltungsänderungen des Regimes. Das hat in all den Jahren zu nichts geführt", sagte Pahlavi. 

Die Führung in Teheran werde niemals befriedigende Lösungen für im In- und Ausland selbst verursachte Instabilität und Krisen anbieten. Es gebe keine diplomatische Lösung mit den Machthabern im Iran, die Bedrohungen, die sich auch gegen Europa richteten, ausräumen könne.

dpa