Premier League in Berlin
Bei Littler-Sieg: 12.000 Fans feiern Darts-Party in Berlin

Luke Littler gewinnt in Berlin. (Archivbild) Foto: Dave Shopland/AP/dpa
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Im Finale gelingt Luke Littler zweimal ein 170er-Finish. Warum der Moderator an die Fairness der Fans appelliert und ein Profi weint.

Verkleidet als Wikinger, Biene Maja oder Hähnchenschenkel haben rund 12.000 Darts-Fans eine bunte Premier-League-Party in Berlin gefeiert. Die Arena am Ostbahnhof war beim Sieg des Weltmeisters Luke Littler nahezu ausverkauft. Der 19 Jahre alte Engländer setzte sich im Finale des achten Spieltags mit 6:4 gegen den Niederländer Michael van Gerwen durch und übernahm die Führung im Ranking. Im Finale gelang ihm sogar zweimal ein 170er-Finish.

Den emotionalsten Moment des Abends hatte die Zuschauer gleich nach dem ersten Viertelfinale erlebt. Der Nordire Josh Rock gewann mit 6:3 gegen Jonny Clayton und feierte seinen ersten Erfolg in dem geschichtsträchtigen Darts-Wettbewerb überhaupt. Noch auf der Bühne flossen beim Schlusslicht der Premier League Tränen. Im Halbfinale gegen van Gerwen musste sich Rock dann 3:6 geschlagen geben. 

Buhrufe gegen Littler? Sprecher ruft zu Fairness auf

Mit Spannung war erwartet worden, wie Littler von den Fans empfangen wird. In der Vergangenheit gab es auf deutschem Boden regelmäßig Buhrufe gegen den Teenager. "Offensichtlich mögen uns Engländer die Deutschen nicht besonders", hatte Littler einmal gesagt. Der Moderator auf der Bühne hatte daher an die Fans appelliert, sich fair zu verhalten. Vereinzelt gab es zwar auch diesmal Pfiffe gegen Littler, aber deutlich weniger als in der Vergangenheit. 

Die Premier League gilt neben der Weltmeisterschaft als populärstes Dart-Event des Jahres. Sie findet an insgesamt 17 Spieltagen statt. Das Finale der besten Vier steigt am 28. Mai in London.

dpa

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