Deichschau-Zwischenbilanz
Ruhige Sturmflutsaison: nur geringe Schäden an den Deichen

Die Sturmflugsaison ist ruhig verlaufen (Archivbild). Foto: Bodo Marks/dpa
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Wenig Treibsel, kaum Schäden: Die Frühjahrsdeichschauen bisher zeigen stabile Deiche an Nord- und Ostsee. Was die jährlichen Kontrollen für den Küstenschutz bedeuten.

Die Sturmflutsaison an der Westküste Schleswig-Holsteins ist ruhig verlaufen. Es gebe nur geringe Schäden an den Deichen, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN). Zudem sei wenig Treibsel angespült worden, das weggeräumt werden müsse. Daher habe man Zeit, sich auf die eigentlichen Aufgaben wie etwa Küstenschutzmaßnahmen im Vorland zu konzentrieren. 

Küstenhochwasserschutz und Küstensicherung haben nach Angaben des Umweltministeriums eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Knapp 4.000 Quadratkilometer Küstenniederungen an Nord- und Ostsee sowie an der Tideelbe gelten als potenziell überflutungsgefährdet. Hier leben rund 333.000 Menschen und es sind Sachwerte in Höhe von 60 Milliarden Euro vorhanden.

Landesschutzdeiche werden jährlich begutachtet

Die Frühjahrsdeichschauen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind für dieses Jahr fast abgeschlossen. Eine letzte findet am 20. Mai auf Hallig Gröde statt. An der Ostsee laufen die Deichschauen noch bis zum 2. Juni. Am heutigen Dienstag wird der Deich in der Probstei begutachtet. Bei den traditionellen Kontrollgängen bewerten die Behörden die Sicherheit der Deiche. 

Alle Landesschutzdeiche müssen einmal pro Jahr begutachtet werden. Das schreibt das Landeswassergesetz vor. An der Ostseeküste geschieht das im Frühjahr. An der Westküste werden die Deiche zweimal im Jahr begangen - einmal im Herbst und im kleineren Rahmen im Frühjahr. Dabei wird auch nach Schäden beziehungsweise Ablagerungen und anderen Veränderungen gesucht.

dpa