Der Bau und Betrieb des seit Jahren geplanten Ammoniak-Importterminals im Hamburger Hafen ist genehmigt. Die Hamburger Energiebehörde gab ihre Zustimmung, wie sie mitteilte. Die finale Investitionsentscheidung steht aber weiter aus, wie der Energieimporteur MB Energy - vormals Mabanaft - mitteilte. Das Terminal soll im Süden des Hafens auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand entstehen.
Das Vorhaben hat sich bereits mehrfach verzögert und wird sich voraussichtlich weiter verzögern. Nach früheren Angaben von MB Energy sollte der Import von verflüssigtem Ammoniak erst 2027 und dann 2028 beginnen. Inzwischen steht fest, dass die Einfuhr im besten Fall im Jahr 2029 aufgenommen werden kann.
MB Energy zufolge wird der Bau erst beginnen, wenn die Investitionsentscheidung getroffen ist. Die Errichtung des Terminals werde dann rund drei Jahre dauern. Die geplante Umschlagsmenge soll bei etwa 600.000 Tonnen Ammoniak im Jahr liegen.
Was das neue Terminal kosten soll, teilte das Unternehmen nicht mit. MB Energy ist eine Tochtergesellschaft der Hamburger Holding Marquard & Bahls.
Ammoniak ist ein giftiges Gas, das aus Stickstoff und Wasserstoff hergestellt wird. Es wird vor allem zur Düngemittelproduktion genutzt und gilt als vielversprechender Treibstoff für die Schifffahrt. In verflüssigter Form lässt sich Ammoniak vergleichsweise platzsparend transportieren.