Vier Mitarbeiter einer Bankfiliale in Hamburg-Wandsbek sollen unberechtigt mehr als eine Million Euro von Kundenkonten ins Ausland transferiert haben. Den drei Männern und der Frau im Alter von 25 bis 41 Jahren wird vorgeworfen, zwischen Mai und August 2025 gewerbsmäßigen Computerbetrug begangen zu haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.
Die Bankmitarbeiter erlangten den Ermittlungen zufolge durch eine gezielte Durchsuchung von Kundendaten personenbezogene Daten von überwiegend älteren Kundinnen und Kunden. "Diese Daten nutzten sie anschließend, um in einem Zeitraum von drei Monaten unberechtigt etwa 1,4 Millionen Euro für sogenannte Briefkastenfirmen, bei denen zwei der Tatverdächtigen Konten eröffnet hatten, ins Ausland zu transferieren", teilte die Polizei weiter mit.
Die Ermittler vollstreckten am Dienstag die Durchsuchungsbeschlüsse in den Stadtteilen Eimsbüttel, Lokstedt, Horn, Billstedt und Niendorf. Es wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt.